Fussball: Borussia Mönchengladbach steht am Samstag gegen Hannover 96 am Scheideweg.

Mönchengladbach. Katzenjammer an Karneval oder ein kleiner Silberstreif am Horizont? Kann Borussia Mönchengladbach gleich einpacken oder stellt sich nach zwei erfreulichen Punktgewinnen gegen Hoffenheim und in Bremen jetzt endlich der erste "große Erfolg" im Borussia-Park seit dem 1:0 gegen den Karlsruher SC (25.Oktober) ein? "Es muss am Samstag was passieren. Wir haben keine Zeit zu verlieren und brauchen dringend die Punkte", sagt Sportdirektor Max Eberl. Das Problem: Die Konkurrenz im Souterrain der Liga schläft nicht.

Vier Punkte und mehr beträgt bereits der Vorsprung der Abstiegskandidaten gegenüber der heimischen Borussia. Zu diesem Kreis gehört inzwischen auch der morgige Gegner Hannover 96 (21Punkte/siehe Kasten), doch die Gladbacher (13Zähler) wären froh, hätten sie die Sorgen der Niedersachsen. Bei denen wird am Samstagnachmittag Mikael Forssell als einzige Sturmspitze agieren.

Der Finne hat unter den Gladbach-Anhängern immer noch einen dicken Stein im Brett, sicherte er doch dank seiner sieben Tore und drei Vorlagen in der Rückrunde der Saison 2002/2003 dem VfL den viel umjubelten Klassenerhalt. "Auf ihn werden wir höllisch aufpassen müssen. Ansonsten prallen am Samstag zwei Extreme aufeinander", sagte Cheftrainer Hans Meyer, "das zweitschwächste Heimteam trifft auf die schlechteste Auswärtsmannschaft. Das wird ein interessantes Spiel. Ich hoffe, dass es nicht zu sehr verkrampft."

Bereits im Hinspiel langte der spielstarke, aber nicht mehr ganz so flinke Stürmer mit einem Treffer und zwei Assists kräftig zu. Hannover bezwang die Borussen mit 5:1 - eine Woche nach dem glanzvollen 3:2-Sieg gegen Werder Bremen. Es war der erste heftige Schlag für den damaligen VfL-Coach Jos Luhukay. Weitere folgten - bis es zur endgültigen Trennung kam. Aber auch sein Nachfolger Hans Meyer wartet mit seiner Mannschaft noch auf die Aha-Erlebnisse, auf den großen Durchbruch.

Rob Friend will es Samstag unbedingt wieder einmal wissen Zwar wirkt das Team durch die Zugänge in der Winterpause gefestigter und robuster, aber noch fehlen die Glanzmomente in der Offensive, die überraschenden Einfälle, die spektakulären Szenen, vor allem: die Tore. Nur Alexander Baumjohann und Michael Bradley haben in der Rückrunden getroffen, davor drosch Johannes van den Bergh (1:2 in Dortmund) den Ball in die Maschen, und waren es Jantschke oder Gohouri, die sich in die Torschützenliste eintrugen.

12. Hannover (21 Punkte, -13 Tordifferenz), 13. E. Frankfurt (20/-9), 14. A. Bielefeld (18/-13), 15. VfL Bochum (17/-10), 16. E. Cottbus (17/-17), 17. Karlsruher SC (17/-18), 18. Borussia Mönchengladbach (13/-19)

Samstagnachmittag müsste eigentlich Rob Friend mal wieder dran sein, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat und vor Ehrgeiz brennt: "Diesmal muss es endlich wieder einmal klappen."

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