King soll den Offensivkräften der Gladbacher Konkurrenz machen.

Borussia
Joshua King zog es bereits mit 16 Jahren nach Manchester.

Joshua King zog es bereits mit 16 Jahren nach Manchester.

Wiechmann

Joshua King zog es bereits mit 16 Jahren nach Manchester.

Mönchengladbach. Joshua King hat einen Traum. Den, den wohl alle Profi-Fußballer träumen. „Ich möchte einmal für einen großen Klub wie Manchester United spielen“, sagt der 19-Jährige. Die ersten Hürden hat der junge Stürmer – der Vater stammt aus Gambia, die Mutter ist Norwegerin – bereits gemeistert.

Mit 16 zog es ihn von Oslo in die Talentschmiede von Manchester United. „Ich war ein kleiner Schuljunge. Dort habe ich eine Menge gelernt, bin sehr gut ausgebildet worden“, so King. Der große Durchbruch in Manchester, der Sprung in die Elf von Manager Sir Alex Ferguson, blieb dem talentierten Offensiv-Allrounder jedoch verwehrt. Weshalb der norwegische U19-Nationalspieler nun bei der Gladbacher Borussia den Umweg Bundesliga wagt, um sich auf der englischen Insel einen Namen zu machen. Der VfL hat King zunächst für ein Jahr ausgeliehen. Startet der beidfüßige Modell-Athlet auf Anhieb durch, dürfte der VfL ihn kaum halten können. „Wir werden sehen, was im Sommer 2012 machbar ist. Wenn ein Klub wie Manchester ihn zurückhaben will, haben wir eh keine Chance. Aber dann haben wir ein Jahr lang einen guten Spieler gehabt“, sagt Sportdirektor Max Eberl. Der ist davon überzeugt, dass King Borussia helfen kann: „Er ist unbekümmert, schnell, leichtfüßig, hat technische Fähigkeiten und einen robusten Körper. Aber er braucht auch erst mal ein wenig Zeit, muss sich zurechtfinden.“

Dabei hilft im seit seiner Ankunft am Niederrhein Landsmann und Team-Kollege Havard Nordtveit. „Wir haben uns zuletzt bei der Nationalmannschaft kennengelernt. Es ist gut, dass Havard hier ist, ich einen Ansprechpartner habe“, verrät King, der nach überstandener Leisten-OP behutsam bei Borussia aufgebaut werden soll. Ein Einsatz am Sonntag in München ist noch kein Thema. Auch wenn Joshua sagt: „Wenn der Trainer mich gegen die Bayern braucht – ich bin fit und bereit.“ Er wolle sich in den kommenden Monaten voll auf Borussia konzentrieren, helfen, dass der Klub eine gute Saison spielt. Gelingt King das, ist er seinem Traum ein weiteres Stück näher gekommen.

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