Gladbachs Star Marco Reus erklärt seinen Wechsel nach Dortmund und hat keinen Zweifel an einer erfolgreichen Rückrunde.

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Reus unter Palmen: Der 22-Jährige strahlt im Trainingslager in Belek Gelassenheit aus.

Reus unter Palmen: Der 22-Jährige strahlt im Trainingslager in Belek Gelassenheit aus.

Wiechmann

Reus unter Palmen: Der 22-Jährige strahlt im Trainingslager in Belek Gelassenheit aus.

Belek. Die Entscheidung, Borussia Mönchengladbach zu verlassen, ist Marco Reus nicht leicht gefallen. Stattliche 17 Millionen Euro beschert sein Transfer zu Borussia Dortmund dem Klub. Im Trainingslager im türkischen Belek sprach der 22-Jährige über seine Gründe, die Rückrunde, das Verhältnis zu den Fans und sein Können.

Marco Reus über…

… sein Verhältnis zu Borussia Mönchengladbach: Ich habe dem Klub sehr viel zu verdanken. Er hat es mir ermöglicht, in der Bundesliga zu spielen. Ich fühle mich sehr wohl hier und glaube, dass der Klub mir liegt. Wenn das nicht so wäre, hätte ich vor einem Jahr den Vertrag schon nicht verlängert.

…die Gründe für seinen Wechsel: Ich habe in den drei Jahren in Gladbach viel gelernt und weiß, was ich kann. Ich habe in der Winterpause entschieden, international zu spielen und mich mit anderen auf europäischer Ebene zu messen. Das ist auch gut für die Nationalmannschaft. In Dortmund habe ich die Möglichkeit dazu. Es ist der beste Klub für mich. Und er hat Perspektive.

… die hohe Ablöse und den Druck: Es ist viel Geld, ja. Aber für mich ist das keine Belastung. Druck verspüre ich nicht, mir ist egal, ob es fünf oder 17 Millionen Euro sind. Ich bin froh, mich jetzt auf die Bundesliga konzentrieren zu können. Man hat schon vor der Winterpause gesehen, dass mich die Diskussionen nicht beeinträchtigt haben. Ich kann gut abschalten und mich auf das Spiel konzentrieren.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Joachim Watzke wehrt sich gegen den Vorwurf, der Meister habe Reus in der A-Jugend weggeschickt. „Er wollte wechseln, weil er mit dem Trainer nicht so gut klarkam und nicht immer gespielt hat. Der Schritt nach Ahlen war damals wohl richtig. Auch der anschließende Wechsel nach Gladbach war vernünftig“, sagte Watzke der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
 

Borussia Mönchengladbach kam drei Tage nach dem verkündeten Wechsel von Marco Reus in Belek zu einem 3:2-Erfolg gegen Liga-Konkurrent 1. FC Nürnberg. Dabei feierte Neuzugang Alexander Ring mit zwei Treffern einen perfekten Einstand. Den Sieg sicherte Dante per Foulelfmeter. Für die Franken trafen Dominik Maroh und Julian Wießmeier. „Das war gut. Aber es gibt noch viel zu verbessern“, sagte Ring.

. . . seine Situation in Gladbach: Für Gladbach freut es mich, dass der Verein nun viel Zeit und Geld hat, die Zukunft zu planen. Angst vor negativen Reaktionen der Fans habe ich nicht. Ich habe es dem Klub am ersten Tag mitgeteilt, habe es fair gemacht. Ich glaube, wir bekommen als Mannschaft die gleiche Unterstützung wie in der Hinrunde. Hier in Belek reagieren die Fans so wie immer.

… die sensationelle Hinrunde mit Gladbach: Es wäre sensationell, wenn wir am Ende der Saison den Europapokal erreichen. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, an uns zu zweifeln. Wir sind alle klar und gesund im Kopf, denken von Spiel zu Spiel und haben Spaß. Wir haben uns sehr gut weiterentwickelt, haben Rückschläge gut weggesteckt, sind eine gute Truppe.

. . . die Rückrunde: Was geschrieben wurde über mögliche weitere Wechsel darf und wird uns nicht beeinflussen. Natürlich wird es schwer, die Leistung der vergangenen Monate zu bestätigen. Wir haben einen anspruchsvollen Start mit dem Heimspiel gegen Bayern und drei Auswärtsspielen in Folge. Danach wird man die Richtung sagen können. Ich traue uns viel zu.

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