Jannik Vestergaard und Tobias Strobl können Hamburgs Bobby Wood nicht mehr am Torschuss hindern.
Jannik Vestergaard und Tobias Strobl können Hamburgs Bobby Wood nicht mehr am Torschuss hindern.

Jannik Vestergaard und Tobias Strobl können Hamburgs Bobby Wood nicht mehr am Torschuss hindern.

Daniel Reinhardt

Jannik Vestergaard und Tobias Strobl können Hamburgs Bobby Wood nicht mehr am Torschuss hindern.

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach hat in der Fußball-Bundesliga unter dem neuen Trainer Dieter Hecking erstmals in der Rückrunde eine Auswärts-Niederlage hinnehmen müssen. Die Fohlen unterlagen am 24. Spieltag beim Hamburger SV mit 1:2 (1:1) und verpassten so einen möglichen Sprung in der Tabelle auf Platz sechs. Verteidiger Andreas Christensen hatte die Gäste vom Niederrhein zunächst in Führung gebracht, ehe Kostic und Wood mit ihren Treffern die Partie noch zu Gunsten des HSV drehen konnten. Bereits am Donnerstag hat Borussia das nächste Pflichtspiel vor der Brust. Dann geht es daheim in der Europa League gegen Schalke 04 im Rückspiel um den Einzug ins Viertelfinale.

Der Moment des Spiels: Als Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie im Volkspark beendet, kennt der Jubel im Volkspark nahezu keine Grenzen mehr. Tausende Hamburger Fans feiern den Erfolg gegen die Borussia vom Niederrhein. Der HSV darf sich über drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg freuen und stellt den Anschluss an Teams wie Bremen oder Wolfsburg wieder her.

Der Spieler des Spiels: Dass der HSV am Ende jubeln durfte, hatte er vor allem seinem Schlussmann René Adler zu verdanken. Der verhinderte mit seinen tollen Paraden gegen Drmic und Herrmann, dass die Partie nicht vorzeitig zu Gunsten der Fohlen entschieden war. Adler hält – und der HSV kann so dank der Treffer von Kostic und Wood die Partie komplett drehen.

Der Aufreger des Spiels: Drei Treffer der Hamburger erkannte der Unparteiische Aytekin wegen Abseits-Stellungen nicht an, ließ sich auch von den Protesten der Hanseaten nicht aus der Ruhe bringen. Und lag, wie die TV-Bilder später zeigen, mit seinen Entscheidungen richtig.

Chronik des Spiels: Von Beginn an macht der HSV Druck, rennt die Borussen an, erzeugt jedoch trotz optischer Überlegenheit kaum Torgefahr. Gladbach ist da effektiver. Wendt bringt einen Freistoß herein, Christensen ist zur Stelle und nickt per Kopf zur 1:0-Führung ein. Hamburg reagiert, drängt auf den Ausgleich, zunächst vergebens. Mit dem zweiten guten Angriff hat Borussia dann die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Dahoud legt ab auf den freien Drmic, der scheitert jedoch an Schlussmann Adler. Das rächt sich: Auf der Gegenseite kommt Kostic zum Kopfball, 1:1. Borussia ist wieder am Zug: Herrmann kann der HSV-Defensive enteilen, scheitert jedoch nach seinem Solo an Adler. Seitenwechsel. Hamburg macht Druck, bei Borussia läuft nicht mehr allzu viel zusammen. Chancen haben die Fohlen fast keine mehr, der HSV schon, kann jedoch VfL-Goalie Schlussmann nicht überwinden. Bis in der Schlussphase Borussias Wendt einen fatalen Fehlpass am eigenen Strafraum spielt, der HSV flanken kann und durch Wood im Getümmel die überraschte Fohlen-Defensive samt Sommer überwinden kann. 2:1 für Hamburg, die Entscheidung in dieser umkämpften Partie.

Stimmen zum Spiel:

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): „In der ersten Halbzeit hatten wir die beiden klarsten Möglichkeiten des Spiels. Wir hätten damit auf 2:0 beziehungsweise 3:1 stellen können. Nach der Pause hat der HSV aber das bessere Spiel gemacht, war dominant und hat uns hinten reingedrückt. Auf den Gegentreffer haben wir nicht mehr die richtigen Antworten gefunden. Der HSV hat viele Zweikämpfe gewonnen und zweite Bälle geholt. Wir haben uns im Mittelfeld zu viele Fehler erlaubt und sind dadurch immer wieder in Konter reingelaufen. Das darf uns in dieser Form nicht passieren. Natürlich gibt es momentan Spiele, in denen man merkt, dass die letzte Konzentration fehlt. Die Mannschaft spielt seit Wochen am Anschlag, hat sich auch dieses Mal in jeden Ball reingeworfen und versucht, einen Punkt mitzunehmen.“

Trainer Markus Gisdol (Hamburger SV): „Das ist ein sehr verdienter Sieg gewesen. Es war unser bestes Pressing-Spiel, seit ich in Hamburg Trainer bin. Das war aber auch notwendig, um einen guten Gegner zu bezwingen. Unser Ziel war es, den Gladbachern mit unserem Pressing wehzutun. Das haben wir über weite Strecken geschafft. Natürlich läuft man damit Gefahr, in Konter des Gegners zu laufen, aber vor allem in der zweiten Hälfte haben wir defensiv kaum noch etwas zugelassen. Wir hatten viele gute Ballgewinne und es war gefühlsmäßig nur eine Frage der Zeit, bis wir unser Tor erzielen, um auf die Siegerstraße abzubiegen. Wir müssen ruhig und demütig bleiben, dann werden wir es schaffen, die nötigen Punkte zu holen.“

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