Klassiker: Der Ex-Bayern-Trainer lobt Michael Frontzeck und traut ihm und seinem Team viel zu.

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Dunkler Mantel und hoch geschlagener Kragen: Das war beim FC Bayern ein Markenzeichen von Trainer Ottmar Hitzfeld.

Dunkler Mantel und hoch geschlagener Kragen: Das war beim FC Bayern ein Markenzeichen von Trainer Ottmar Hitzfeld.

Dunkler Mantel und hoch geschlagener Kragen: Das war beim FC Bayern ein Markenzeichen von Trainer Ottmar Hitzfeld.

München. "Die Borussia kann in München ganz befreit aufspielen. Das in den vergangenen Wochen sehr erfolgreiche Team von Michael Frontzeck hat doch nichts zu verlieren bei den großen Bayern", sagte Ottmar Hitzfeld (60) kurz vor seinem Abflug zur WM-Auslosung in Kapstadt, der Westdeutschen Zeitung. Der Mann, der als Nationaltrainer die Schweiz zur WM führte, muss es wissen. Er ist der erfolgreichste Bayern-Trainer aller Zeiten. Keiner kennt den aktuellen Gegner der Borussia also besser als der mittlerweile wieder in seinem Geburtsort Lörrach wohnende Ottmar Hitzfeld.

Die letzten Spiele der Gladbacher hat der ehemalige Bayern-Coach, der sechs Deutsche Meisterschaften, vier Pokalsiege, den Champions-League-Sieg sowie den Weltpokal nach München holte, begeistert. "Vor allen Dingen die Auswärtssiege in Hamburg und Frankfurt haben gezeigt, dass die Defensive um Abwehrchef Dante stabiler geworden ist, die Borussen dürften sich das nötige Selbstvertrauen für das schwere Match in München geholt haben."

Für den "Meistermacher" steht allerdings auch fest: "Die Bayern sind nach dem souveränen Erfolg in Hannover auch im Aufwind. Vor drei, vier Wochen wäre es sicherlich noch etwas leichter gewesen in der Allianz-Arena zu gastieren. Ich bin auch davon überzeugt, dass im Endeffekt Bayern München wieder Meister werden."

"Ich habe Verständnis für Alexander Baumjohann"

Und was sagt der Startrainer zu Alexander Baumjohann, der von der Borussia an die Isar wechselte und dort nur ein tristes Dasein als "Bankdrücker" fristet? Wäre es für ihn nicht besser gewesen am Niederrhein zu bleiben? Hitzfeld: "Wenn ein Angebot des Rekordmeisters kommt, kann man kaum nein sagen, ich habe Verständnis für seinen Wechsel, aber es ist halt nicht einfach sich in diesem Münchner Star-Ensemble durchzusetzen."

Was der Schweizer Nationalcoach mit großem Respekt und Anerkennung zur Kenntnis genommen hat, ist die Tatsache, dass der Gladbacher Vorstand auch in der Zeit der Niederlagenserie felsenfest hinter seinem Trainer gestanden hat. "So was zahlt sich immer aus, Michael Frontzeck wird seinen Weg in Gladbach finden, da bin ich mir ganz sicher, er ist ein fachlich guter, besonnener Mann. Die Borussia und ihre Fans werden noch viel Freude an ihm haben."

Blick in die aktuelle Bundesliga-Datenbank macht deutlich: Es gibt kaum einen Verein in Liga eins, gegen den die Gladbacher Borussia über Jahre hinweg eine so miserable Bilanz vorzuweisen hat wie der FC Bayern München: 82 Mal trafen beide Klubs bislang im Oberhaus aufeinander, 40 Mal hieß der Sieger Bayern. Lediglich 18 Mal holten die Borussen den "Dreier" (bei 24 Unentschieden). Von 40 Heimspielen gegen die Borussia haben die Bayern satte 31 gewonnen, nur einmal triumphierten die Fohlen beim FCB (2:1 am 14. Oktober 1995).

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