Patrick Herrmann.
Patrick Herrmann.

Patrick Herrmann.

Hans-Peter Reichartz

Patrick Herrmann.

Belek. Nicht nur auf dem Fußballplatz hatten wir am Wochenende alle Hände voll zu tun. Das Medieninteresse hier in Belek ist sehr groß, gleich nach dem Training geben wir schon die ersten Interviews. Aber das gehört zum Geschäft dazu. Es ist ja auch sehr erfreulich, dass selbst hier im türkischen Fernsehen über die deutschen Klubs berichtet wird und sie auch unsere Spiele zeigen.

Zu Beginn meiner Karriere musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, gleich nach dem Training, wenn man noch voller Adrenalin ist, vor die Journalisten und Kameras zu treten. Das ist auf Anhieb gar nicht so leicht. Aber mittlerweile habe ich da meine Routine, das ist kein Problem für mich.

Inzwischen häufen sich die Medientermine bei mir auch, da muss man darauf Acht geben, dass es nicht zu viel wird. Das zeigt aber den Stellenwert der Mannschaft, dass wir guten Fußball spielen und attraktiv für die Medien sind. Beim zweiten Training habe ich pausiert, es zwickte im Rücken. Das sollte aber kein großes Problem sein.

Was unser Mannschaftshotel betrifft, da kann ich nur Positives berichten. Die Zimmer sind top, auch das Essen. Natürlich ist die ganze Ernährung auf Sport abgestimmt, also viele Kohlenhydrate, ein bisschen Eiweiß dazu, Fleisch und Fisch. Es ist nahezu unmöglich, sich bei der guten Küche in unserem Hotel schlecht zu ernähren.

Ein Bad im Meer, wie unsere Skandinavier, habe ich mir am Samstag allerdings verkniffen. Das werde ich mir wohl auch schenken, denn das Wasser ist mir zu kalt. Den Pool im Hotel werde ich aber wohl mal bei Gelegenheit ausprobieren. Mit Marc-André ter Stegen rede ich hier in Belek viel, wir teilen uns ja ein Zimmer – wir verstehen uns einfach richtig gut.

Wir haben die neue Playstation 4 mit ins Trainingslager genommen, lenken uns damit in den wenigen Minuten Freizeit, die wir haben, ein wenig ab. Fifa 14 auf der neuen Play ist ganz anders als auf der alten PS3. Der Marc ist im Moment noch nicht ganz so gut. Sicher, wir sind beide nicht die Hochkaräter – aber Marc muss ein bisschen mehr lernen als ich momentan.

Am Sonntag ging es dann richtig zur Sache. Morgens Training, ein kleiner Snack, kurze Pause – dann das erste Testspiel in Antalya gegen Besiktas Istanbul. Dabei legten Marc und ich allerdings eine Pause ein. Ihn plagen Oberschenkelprobleme, und mich zwickt es eben im Rücken. Die Auszeit ist aber eine reine Vorsichtsmaßnahme, ernst sind die Verletzungen nicht. Als wird dann abends wieder im Hotel angekommen waren, war ich – auch ohne gespielt zu haben – ziemlich müde.

Ich habe via Skype aber noch mit meiner Mutter und Opa daheim gesprochen. Über das Internet geht ja alles. Mit meiner Freundin stehe ich auch regelmäßig in Kontakt. Sorge, dass hier einer von uns einen Lagerkoller bekommt, habe ich gar nicht. Das Hotel ist einfach zu gut – und die Woche geht ja auch schnell um.

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