Gelingt Gladbach gegen Schalke der achte Sieg in Folge im Borussia-Park?

Souverän
Zufrieden: Gladbachs Patrick Herrmann.

Zufrieden: Gladbachs Patrick Herrmann.

dpa

Zufrieden: Gladbachs Patrick Herrmann.

Mönchengladbach. Ob Netzer, Vogts, Köppel oder Wimmer – sie alle können ein Lied davon singen. Leichtfüßig, schwungvoll und beherzt mischten die „Fohlen“ von anno 1970 die Liga auf. In ihrem ersten Meisterjahr gewannen die Gladbacher am heimischen Bökelberg 14 von 17 Spielen, kassierten lediglich eine Niederlage.

Nun ist die Borussia der Neuzeit weit davon entfernt, ein ernstes Wort im Titelrennen mitzureden. Aber dank der neuen Machtverhältnisse im Borussia-Park (sieben Siege in Folge) reifen wieder „europäische Träume“. Das passt gut ins Bild des Traditionsvereins: Schließlich feiert Gladbach im kommenden Sommer das zehnjährige Bestehen des Fußballtempels an der Hennes Weisweiler Allee, der momentan einer uneinnehmbaren Festung gleichkommt.

Raffael: Es funktioniert, warum soll die Serie nicht halten?

„Wir sind zu Hause nur schwer zu schlagen. Selbst wenn es, wie gegen Freiburg, mal enger wird und Geduld gefragt ist, sind wir da“, sagt Flügelflitzer Patrick Herrmann vor dem Verfolgerduell gegen Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr). Die Gladbacher strahlen Selbstbewusstsein aus. Raffael, bis Sommer noch bei Schalke unter Vertrag und mit elf Scorerpunkten (sieben Tore, vier Vorlagen) einer der Besten in der Liga, sagt: „Alles ist wunderbar. Es stimmt von vorne bis hinten. Es funktioniert einfach, warum soll die Serie nicht halten?“

Cheftrainer Lucien Favre beschäftigt sich indes nicht mit Serien und Rekorden, konzentriert sich ganz auf den Gegner. „Schalke ist Schalke und bleibt Schalke. Die Mannschaft ist unberechenbar“, sagt der Schweizer. Trotz aller Schwankungen, die die Königsblauen offenbaren, sei dem Team von Jens Keller eine gewisse Qualität nicht abzusprechen. Favre: „Schalke ist brandgefährlich mit Draxler oder Boateng, spielt hohes Tempo. Wir müssen höllisch aufpassen.“

Nach dem Pokal-K.o. gegen Hoffenheim erwartet Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof eine aggressive gegnerische Mannschaft. „Für Schalke ist jetzt eine Phase gekommen, in der es um sehr viel geht. Eine echte Standortbestimmung, auch wegen des entscheidenen Champions-League-Spiels am kommenden Mittwoch gegen den FC Basel.“ So weit denken sie in Mönchengladbach noch nicht, aber die Elf von Lucien Favre hat im zehnten Jahr der Fertigstellung des Borussia-Parks zumindest ganz gute Chancen, erneut auf internationalem Parkett mitzumischen.

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