Stürmer Mike Hanke (27) weiß, worauf es für die Borussia im Abstiegskampf ankommt.

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Mike Hanke hat Erfahrung im Abstiegskampf, hat diesen aber noch nie verloren.

Mike Hanke hat Erfahrung im Abstiegskampf, hat diesen aber noch nie verloren.

Johannes Kruck

Mike Hanke hat Erfahrung im Abstiegskampf, hat diesen aber noch nie verloren.

Mönchengladbach. Um in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga eine fulminante Aufholjagd starten zu können, muss die Borussia nicht nur die Probleme in der Defensive in den Griff bekommen. Sie muss auch Tore schießen. Daher wurde in der Winterpause Stürmer Mike Hanke vom Liga-Konkurrenten Hannover 96 als erster Zugang in den Borussia-Park gelotst – ablösefrei, wie es offiziell heißt.

Der 27-Jährige zählte in Hannover, wo er unter Trainer Mirko Slomka nur selten in der Startformation stand, zu den Top-Verdienern, soll dort über eine Million Euro im Jahr kassiert haben. Dass er ein eiskalter Vollstrecker sein kann, hat Hanke noch Anfang Dezember beim 2:1-Erfolg der Niedersachsen in Gladbach bewiesen, als er kurz nach seiner Einwechslung per Kopfball die Wende zu Gunsten von ‘96 einleitete.

„Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, dass ich zur Borussia gehe, hätte ich den wohl nicht reingemacht“, flachste Hanke später.

Für Mike Hanke ist der Wechsel nach Gladbach eine Art Neuanfang

Mit dem Wechsel erhofft sich Hanke eine Art Neuanfang. Sein Vertrag läuft bis 2013 und gilt für die erste und zweite Liga. „Borussia ist eine besondere Herausforderung, ich freue mich auf diese Aufgabe. Nicht jeder kommt gerne zum Tabellenletzten. Ich habe aber sofort zugesagt, weil Gladbach ein geiler Verein ist. Mit tollen Fans, einem tollen Stadion und Umfeld“, sagt Hanke.

Auf was es im Abstiegskampf ankommt und welche Tugenden man in die Waagschale werfen muss, weiß der zwölfmalige Nationalspieler und WM-Teilnehmer von 2006: „Ich habe bereits in Wolfsburg und Hannover gegen den Abstieg gespielt. Ich bin noch nie abgestiegen. Ich werde alles für den Verein geben, um in der ersten Liga zu bleiben.“

Bei den Stationen Schalke, Wolfsburg und Hannover (191 Bundesliga-Spiele, 42 Tore) hat Hanke in den vergangenen Jahren die Licht- und Schattenseiten im Leben eines Profi-Fußballers kennengelernt. Typen wie Hanke, der trotz der sportlich prekären Situation gerne lacht im Training, können für neue Impulse im Team von Trainer Michael Frontzeck sorgen.

„Er ist ein Mann mit Torriecher. Mike wird bei uns den Konkurrenzkampf im Angriff verschärfen“, sagt Sportdirektor Max Eberl, der zum Hanke-Transfer auch wegen der ständigen Eskapaden von Problem-Profi Raúl Bobadilla gezwungen war. Hanke jedenfalls weiß, worauf es ankommt. „Wir müssen jedes der 17 Spiele wie ein Endspiel annehmen. Wir müssen voll auf Sieg spielen. Unentschieden reichen nicht mehr. Wenn wir die Aufgaben so angehen, haben wir gute Chancen.“

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