Der mit einer Gesichtsmaske spielende Gladbacher Dante stoppt Werder-Stürmer Claudio Pizarro.
Der mit einer Gesichtsmaske spielende Gladbacher Dante stoppt Werder-Stürmer Claudio Pizarro.

Der mit einer Gesichtsmaske spielende Gladbacher Dante stoppt Werder-Stürmer Claudio Pizarro.

dpa

Der mit einer Gesichtsmaske spielende Gladbacher Dante stoppt Werder-Stürmer Claudio Pizarro.

Bremen (dpa) - Reihenweise Chancen vergeben und dann auch noch in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert: Werder Bremen trauerte nach dem 1:1 (1:0) gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach zwei verschenkten Punkten im Bundesliga-Abstiegskampf nach.

Während die Gladbacher den späten Teilerfolg durch das Kopfballtor von «Masken-Mann» Dante freudetrunken feierten, spendeten sich die Werder-Profis am Mittelkreis gegenseitig Trost. «Ein bisschen Angst» hatte nicht nur Bremens Clubchef Klaus Allofs in der Schlussphase der Partie bei seiner Mannschaft ausgemacht.

Nock kurz zuvor hatte Marko Arnautovic die große Chance vergeben, allein vor dem Tor die Führung durch Sandro Wagner (39.) auszubauen. Dann verlor Wesley den Ball, verursachte einen Freistoß - und leitete so den Ausgleich ein: Ausgerechnet der mit einem Gesichtsschutz spielende Dante wuchtete den Ball per Kopf ins Netz. «Es tut noch ein bisschen weh, aber der Kopfball zum 1:1 war es wert», kommentierte der Brasilianer: «Wir hätten nicht gedacht, dass wir noch ein Unentschieden erreichen.»

Die Gladbacher liegen zwar trotz der Punkteteilung noch immer fünf Zähler von einem Nichtabstiegsplatz entfernt, fühlten sich aber als moralische Sieger. «Der Punkt fühlt sich fast wie ein Sieg an», sagte Dante über den lange unmöglich scheinenden und nicht unbedingt verdienten Punktgewinn bei überlegenen Bremern.

«Es fühlt sich an, als wenn man uns was weggenommen hätte», fasste dagegen Werder-Trainer Thomas Schaaf seine Eindrücke zusammen: «Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen.» Die lange dominierenden Hausherren vergaben reichlich Torchancen und ließen die 85 Minuten erschreckend schwachen Gladbacher unnötig wieder ins Spiel kommen.

«Mit dem 1:0 in der Halbzeit durften wir ziemlich zufrieden sein», gab Gladbach-Trainer Lucien Favre zu: «Werder hat sehr gut gespielt.» Allein der überragend haltende Torwart Logan Bailly hielt die Borussen im Spiel und verhinderte ein Debakel. Dass Werder außerdem zweimal am Aluminium scheiterte, passte zum lange einseitigen Spiel.

«Das ist eine große Enttäuschung», sagte Allofs und haderte mit dem Remis: «Wir hätten einen Riesenschritt machen können, aber wir sind nicht voran gekommen.» Werder holte zwar fünf Punkte aus drei Spielen, steckt aber weiter mitten im Abstiegskampf. Der Werder-Clubchef bemühte sich deshalb auch darum, positive Aspekte zu finden. «Viele kleine Dinge machen sich bemerkbar», sagte Allofs: «Wir spielen wieder mutiger.» Und tatsächlich präsentieren sich die Bremer Profis als Mannschaft - nicht nur nach dem späten Tiefschlag.

Im Vergleich zur Borussia geht es den Bremern tatsächlich deutlich besser. Denn bei den Rheinländern gab es außer dem starken Torwart Bailly nicht viel zu sehen, das Hoffnung auf ein glückliches Ende am 34. Spieltag macht.

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