Thorben Marx erzielt den Ausgleich für die Borussia gegen Wolfsburg. Das Team vergisst, sich für seinen Aufwand zu belohnen.

Gladbachs Thorben Marx jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Wolfsburg.
Gladbachs Thorben Marx jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Wolfsburg.

Gladbachs Thorben Marx jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Wolfsburg.

dpa

Gladbachs Thorben Marx jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Wolfsburg.

Mönchengladbach. Wenn es eine Konstante gibt in dieser Saison bei Borussia Mönchengladbach, dann ist es das Lamentieren über die Leistungen der Schiedsrichter. Diesmal im Fokus der Diskussionen: Christian Dingert, der im Spiel der Gladbacher gegen Wolfsburg seine zweite Begegnung in der ersten Fußball-Bundesliga gepfiffen hat. Während bisher die Kritik der Borussia-Verantwortlichen an den Unparteiischen als Ablenkungsmanöver von den eigenen Defiziten verbucht werden darf, war sie diesmal durchaus berechtigt.

"Mir ist unverständlich, warum es vor dem 0:1 keinen Freistoß gibt"

Der 30-Jährige von der TSGBurg Lichtenberg übersah in der 27.Minute ein Foulspiel des Wolfsburgers Diego an Gladbachs Tobias Levels. Der Spielmacher hatte sieben Meter vor dem Tor der Hausherren einen kunstvollen Fallrückzieher versucht, was Dingert jedoch nicht als gefährliches Spiel gegen Levels einstufte. Thomas Kahlenberg hatte Sekunden später keine Mühe, den Ball zum 1:0 für die Wolfsburger ins Tor zu schießen. "Mir ist es absolut unverständlich, warum es in der Szene vor dem 0:1 keinen Freistoß für uns gibt. Ein Fallrückzieher am Mann ist für mich eindeutig", sagt Gladbachs Trainer Michael Frontzeck wütend.

Der Gegentreffer ist der einzige Schönheitsfehler an diesem Tag im Spiel der Mönchengladbacher. Nicht nur Frontzeck hatte das beste Spiel in dieser Saison gesehen. Über 90 Minuten hatte seine Mannschaft die bieder agierenden Wolfsburger im Griff und erarbeitete sich Chance um Chance. 26 Torschüsse reichten jedoch für nur einen Treffer der Hausherren, den Thorben Marx per Kopf erzielte (65.). "Wir müssen endlich einmal zu null spielen. Es war dennoch eine richtig gute Leistung, nach der wir drei Punkte verdient hätten", sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler nachher.

Schachten: In solchen Situationen fehlt uns einfach das Glück

Wären da nicht Diego Benaglio, immerhin Schweizer Nationaltorhüter, und Simon Kjaer, Abwehrchef der dänischen Nationalmannschaft, gewesen. Benaglio vereitelte mit starken Reflexen zahlreiche Großchancen der Gladbacher, Kjaer rettete in der 49. Minute nach einem Bobadilla-Schuss auf der Linie.

"In solchen Situationen fehlt uns einfach das Glück", konstatierte Sebastian Schachten, der sich in einer insgesamt starken Defensive der Borussia ein Sonderlob vom Trainer abholte. "Riesenkompliment für Sebastians Leistung. Bei der Offensivqualität der Wolfsburger kann man die Leistung der Abwehr nicht hoch genug bewerten." Drei Punkte gibt es aber trotzdem nur, wenn vorne mehr Tore fallen.

 

SPIELERBEWERTUNG

Borussia Mönchengladbach

überragend: Arango, Schachten

gut: Daems, Anderson, Levels

Durchschnittlich: Bailly, Bradley, Marx, Reus, Herrmann, Idrissou

enttäuschend: Bobadilla

 

VfL Wolfsburg

überragend: Kjaer, Benaglio

gut: Hasebe, Kahlenberg

Durchschnittlich: Schäfer, Pekarik,Riether, Barzagli

enttäuschend: Dzeko, Grafite, Diego

 

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