Typische Szene: Der Mainzer Aristide Bance (M) führt zwischen den Mönchengladbachern Juan Arango (l) und Filip Daems, die  versuchen an den Ball zu kommen.
Typische Szene: Der Mainzer Aristide Bance (M) führt zwischen den Mönchengladbachern Juan Arango (l) und Filip Daems, die versuchen an den Ball zu kommen.

Typische Szene: Der Mainzer Aristide Bance (M) führt zwischen den Mönchengladbachern Juan Arango (l) und Filip Daems, die versuchen an den Ball zu kommen.

dpa

Typische Szene: Der Mainzer Aristide Bance (M) führt zwischen den Mönchengladbachern Juan Arango (l) und Filip Daems, die versuchen an den Ball zu kommen.

Mainz. Der FSV Mainz 05 bleibt im Bruchwegstadion eine Macht und hat gegen Borussia Mönchengladbach einen glücklichen 1:0- Sieg geschafft. Ausgerechnet der frühere Gladbacher Bo Svensson bescherte den Hausherren mit seinem Abstauber-Tor kurz vor der Pause den achten Saisonsieg für das Team von Trainer Thomas Tuchel.

Vor allem der Argentinier Raul Bobadilla vergab den dritten Saisonerfolg der Borussia in der Ferne fast im Alleingang. Im ausverkauften Stadion war die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck bis zum Mainzer Treffer besser und torgefährlicher gewesen. «Das ist eine sehr, sehr unglückliche Niederlage für uns», sagte der Gladbacher Coach.

«Mir ist es ziemlich egal, ob es verdient war oder nicht. Wenn du zu Hause unbesiegt bleibst und eine Serie hast, dann ist das prima», meinte sein Mainzer Kontrahent. Der FSV hat jetzt 24 von 30 Punkten eingesammelt und zu Hause noch nicht verloren. Nur Leverkusen (26) und Bayern (25) haben vor eigenem Publikum erfolgreicher gespielt.

«Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», meinte der Mainzer Neuzugang Malik Fathi. Sein Trainer Tuchel hatte notgedrungen umgebaut. Fathi und Radoslav Zabavnik waren in die Verteidigung gerückt. Der Kolumbianer Elkin Soto agierte hinter den Spitzen. Frontzeck dagegen setzte auf die erfolgreiche Startformation der letzten Wochen.

Schon nach vier Minuten hätten die Gäste den Führungstreffer erzielen können, ja müssen. «Wir waren die deutlich bessere Mannschaft. Zur Pause hätte es nicht 1:0 für Mainz, sondern 3:0 für Gladbach stehen müssen», meinte Borussen-Abwehrspieler Tobias Levels.

Nach einem Arango-Freistoß rettete der starke Mainzer Keeper Heinz Müller gegen Bobadilla. Der Argentinier vergab nach einer Viertelstunde eine weitere Groß-Chance, als er im Strafraum Müller umkurvte, aber nur das Außennetz traf. Nach etwas über einer halben Stunde hätte Arango mit einem Freistoß für die dann hochverdiente Gäste- Führung sorgen müssen, doch der Ball flog knapp am linken Pfosten vorbei.

Mit zwei Treffern und zwei Tor-Vorlagen beim 4:3 über Werder Bremen vor einer Woche noch im Fokus, vergab Bobadilla auch die nächste Gäste-Möglichkeit. Allein tauchte der 22-Jährige vor Müller auf. Seine Sehnsucht nach einer Leistung wie zuletzt war spürbar. Torhüter Müller jubelte, als nach der ersten Mainzer Ecke durch Soto der Gladbacher Keeper Bailly das Leder an die Latte bugsierte, Marco Reus die Kugel nicht wegbekam und Svensson nur noch abstauben musste.

«Wenn Du die Chancen vorne nicht machst, kriegst du hinten einen rein», bemühte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl eine alte Fußball-Weissheit. Chadli Amri hatte noch kurz vor dem Mainzer Führungstor den am Knie verletzten Kapitän Tim Hoogland ersetzt. Nach dem Wechsel produzierten beide Teams viele Fehler.

Die Gäste blieben zwar optisch überlegen, doch solche Chancen wie vor dem Wechsel erspielten sie sich nicht mehr. Pechvogel Reus verzog zwölf Minuten vor dem Abpfiff mit einem Fernschuss. Er war die erste und letzte Gladbacher Chance in den zweiten 45 Minuten gewesen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer