Lucien Favre hat seinen Vertrag als Trainer von Borussia Mönchengladbach bis 2017 verlängert. Foto: Peter Steffen
Lucien Favre hat seinen Vertrag als Trainer von Borussia Mönchengladbach bis 2017 verlängert. Foto: Peter Steffen

Lucien Favre hat seinen Vertrag als Trainer von Borussia Mönchengladbach bis 2017 verlängert. Foto: Peter Steffen

dpa

Lucien Favre hat seinen Vertrag als Trainer von Borussia Mönchengladbach bis 2017 verlängert. Foto: Peter Steffen

Möchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach hat ein in der Branche unübliches Zeichen gesetzt und den Vertrag mit Trainer Lucien Favre trotz wochenlanger sportlicher Talfahrt vorzeitig verlängert.

Wie der seit neun Spielen sieglose Bundesligist mitteilte, soll die ursprünglich bis 2015 datierte Zusammenarbeit bis Juni 2017 fortgesetzt werden. «Natürlich ist es ein schönes und gutes Zeichen in dieser nicht einfachen Phase, aber man muss die Arbeit eines Trainers auch über einen längeren Zeitpunkt beurteilen und nicht aufgrund der Resultate der vergangenen ein bis zwei Monate», kommentierte Favre die Einigung.

Der Vertrauensbeweis für den 56 Jahre alten Schweizer Fußball-Lehrer kam nicht überraschend. Ungeachtet der jüngsten sportlichen Rückschläge genießt Favre nicht nur bei den Führungskräften, sondern auch bei den Fans nach wie vor höchste Wertschätzung. Sie rechnen es ihm noch immer hoch an, dass er die Fohlenelf in den Monaten nach seinem Amtsantritt im Februar 2011 aus fast auswegloser Lage zum Klassenverbleib führte. «Lucien hat bei uns in den vergangenen drei Jahren herausragende Arbeit geleistet. Unser gemeinsamer Weg ist noch lange nicht zu Ende», sagte Sportdirektor Max Eberl.

Der erfolgreichen Relegation gegen den VfL Bochum folgte ein unerwarteter Höhenflug. Die folgende Spielzeit 2011/12 schloss Favre mit seiner Mannschaft auf dem vierten Platz ab. Das verhalf der Borussia zum ersten Europapokal-Einzug seit 16 Jahren. «Unser Klassenerhalt 2011 und die Rückkehr in den Europapokal 2012 sind ganz unmittelbar mit seinem Namen verbunden», sagte Eberl.

Nach dem achten Rang in der vergangenen Saison schien Mönchengladbach wieder auf gutem Weg zurück nach Europa. Als Tabellendritter der Hinserie wurde das Favre-Team noch in der Winterpause sogar als Champions-League-Anwärter gehandelt. Neun sieglose Partien in Serie machen nun aber sogar die Europa-League-Teilnahme fraglich. Favre sieht keinen Grund zur Sorge: «In der Phase der Stabilisierung kann es Aufs und Abs geben. Das merken wir aktuell. Auch die momentane Lage ist in der Entwicklung der Mannschaft wichtig.»

Dennoch trieb Eberl die Vertragsverlängerung mit dem einstigen Hertha-Coach in den vergangenen Wochen voran. Den mit der Einigung verbundenen Gehaltsanstieg für Favre, der dem Vernehmen nach deutlich ausfallen soll, nahm der Sportdirektor in Kauf: «Lucien Favre passt gut zu Borussia, Borussia passt aber auch gut zu Lucien Favre. Er ist ein ganz wichtiger Mosaikstein in dem ganzen Korsett.» Überzeugungsarbeit von Eberl war in den Gesprächen nur bedingt nötig. «Wir mussten nicht lange über Vertragsinhalte sprechen, wir waren uns ziemlich schnell einig. Andere Vereine hatten zwar Interesse, aber ich wollte unbedingt hierbleiben», verriet Favre.

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