Bei der Konkurrenz geht es auch drunter und drüber.

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Anstoß zur Rückrunde: Borussia will weiter kämpfen.

Anstoß zur Rückrunde: Borussia will weiter kämpfen.

Achim Müller

Anstoß zur Rückrunde: Borussia will weiter kämpfen.

Mönchengladbach. 17 Spiele wird Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga-Rückrunde bestreiten. Vielleicht sind danach noch zwei weitere Partien nötig, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Denn die 17 Gegner brauchen die Punkte natürlich alle selbst. Eine Vorschau mit Augenzwinkern.

 

1. FC Nürnberg (15. Januar, Auswärts): Der neunfache Meister gleich zum Auftakt – undankbar. Denn mit der schottisch-sparsamen Methode „Man leihe sich“ weiß keiner, wer beim „Glubb“ nun so auflaufen wird. Aber vielleicht wissen das ja nicht einmal die Nürnberger selbst. Auswärtssieg!

 

Bayer 04 Leverkusen (23. Januar, Heim): Michael Ballack schuftet immer noch für sein Comeback. Schließlich fordert Trainer Heynckes die Rente erst mit 77. Weil er mit Leverkusen mal Meister werden möchte. Für die Saison-Abschlussfeier 2011 allerdings poliert der Zeugwart im Keller bereits die Schilder „Vize“.

 

Eintracht Frankfurt (30. Januar, Auswärts): Die Eintracht zittert. Zweitligist FSV steht vor dem Aufstieg und will die Nr.1 in der Stadt werden. Trainer Skibbe ruft zur Rettung des Platzhirschen nach Verstärkungen. Zumal die Gegner mittlerweile darauf achten, Theofanis Gekas nicht mehr anzuschießen.

 

VfB Stuttgart (5. Februar, Heim): VfB. Das heißt Verein für Bewegungsspiele. In Stuttgart bewegt sich aber meist nur etwas auf der Trainerbank, wo diese Saison in Bruno Labbadia bereits der dritte Übungsleiter sitzt. Der gewinnt zwar im Mai die Europa League, steigt aber auch ab und wird – natürlich gefeuert.

FC St. Pauli (12. Februar, Auswärts): Der Kiez-Klub ist zwar nur 15., ruft aber dennoch ein neues Saisonziel aus. „Wir wollen bester Nordverein werden“, sagt Trainer Stanislawski. In Bremen grummeln sie, der HSV ruft das Großstadtrevier zu Hilfe. Das untersagt Wetten auf den Einlauf im Norden.

Schalke 04 (18.-20. Februar, Heim): Noch tanzt S04 auf drei Hochzeiten. Dass der Klub dies trotz Trainer Magath geschafft hat, nötigt Respekt ab. Der lässt selbst ein Talent wie Albert Streit in der Reserve versauern. Das möchte Torhüter Neuer verhindern und wechselt zu den Sportfreunden Lotte.

 

VfL Wolfsburg (25.-27. Februar, Auswärts): Edin Dzeko ist schon fort. Allerdings konnte sich Wolfsburg als Tabellen-13. den Abgang seines besten Torschützen auch locker leisten. Das brachte 35 Millionen Euro, die Manager Hoeneß in einen Schirm investierte. Damit Trainer McLaren nicht im Regen steht.

 

TSG 1899 Hoffenheim (4.-6. März, Heim): Das will auch Ralf Rangnick nicht und verließ Hoffenheim. Er fürchtete, dass das Kraichgau nach dem Verkauf von Gustavo zum Kriechgau wird. Boss Dietmar Hopp aber dachte wirtschaftlich. Es reicht ja, wenn Sohn Daniel beim Eishockey-Klub Adler Mannheim Geld verbrennt.

 

Werder Bremen (11.-13. März, Auswärts): „Du kannst zu Hause seh’n.“ Per Mertesacker weiß, warum er Werbung für einen Bezahlsender macht. Die Spiele von Werder lassen sich da einfach abschalten. Irgendwie gelingt aber der Klassenerhalt und Trainer Schaaf verlängert daraufhin bis 2038.

 

1. FC Kaiserslautern (18.-20. März, Heim): Betzenberg, 1. Februar, 0.07 Uhr. Manager Stefan Kuntz gibt die Verpflichtung von Miroslav Klose bekannt. Dass die Rückkehr des verlorenen Sohnes erst sieben Minuten nach Transferschluss besiegelt wird, lässt Kuntz kalt. „Auf dem Betze wird immer nachgespielt.“

 

FC Bayern München (1.-3. April, Auswärts): Uli Hoeneß hat immer noch einen roten Kopf, weil er zu Weihnachten ein Dutzend Ferngläser geschenkt bekommen hat. Mit einem Kraftakt schaffen die Bayern noch Rang drei. Hoeneß verschenkt ein Fernglas an 1860. „Damit sie die 1. Liga sehen können.“

 

1. FC Köln (8.-10. April, Heim): Nach einem Fehlstart wird Trainer Frank Schaefer degradiert und Volker Finke übernimmt das Kommando. Der reaktiviert sofort den „Knipser“ Harry Decheiver (40). Ein genialer Schachzug. Köln verliert nur noch wie immer gegen Gladbach und bleibt drin.

 

FSV Mainz 05 (15.-17. April, Auswärts): Mainz bekommt Ärger mit dem Jugendschutz. Trainer Tuchel muss die Kinderarbeit von Holtby und Schürrle auf 45 Minuten pro Woche verringern. Es reicht dennoch für die Europa League.

 

Borussia Dortmund (22.-24. April, Heim): Vier Spiele vor Schluss hat der BVB weiter 14 Punkte Vorsprung. Mats Hummels bittet Trainer Klopp, das Wort „Meister“ benutzen zu dürfen. Zögerlich gibt Klopp nach und wird zum Feierbiest. Seine Jungs lassen sich mit Milch volllaufen und verlieren in Gladbach 0:12.

 

Hannover 96 (29.-30. April, Auswärts): Trainer Mirko Slomka und Manager Jörg Schmadtke begraben das Kriegsbeil. Danach verliert 96 alle Spiele – Abstieg. Von Zweitliga-Aufsteiger Braunschweig schallen hämische „Derby“-Rufe herüber. Präsident Kind schaltet sein Hörgerät ab.

 

SC Freiburg (7. Mai, Heim): Robin Dutt, der Rächer des enterbten Volker Finke, führt Freiburg in die Europa League. Dutt dankt dabei vor allem Papiss Demba Cissé, der mit 45 Toren sogar den Rekord von Gerd Müller pulverisiert. Ein Angebot des FC Barcelona lehnt Cissé ab. „Die spielen zu unspektakulär.“

 

Hamburger SV (14. Mai, Auswärts): Da alle Spieler ihr Geburtsjahr auf dem Trikot tragen wollen, sind die Rückennummern 50-59 recht schnell vergeben. Am letzten Spieltag fehlt den alten Herren dann einfach die Kraft. Gladbach rettet sich durch einen 6:2-Sieg.

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