Seine Mannschaft habe sich beim letztlich gerechten 2:2 in Hoffenheim zu viele Ballverluste erlaubt.

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Hat bald Planungssicherheit: Cheftrainer Michael Frontzeck.

Hat bald Planungssicherheit: Cheftrainer Michael Frontzeck.

Hat bald Planungssicherheit: Cheftrainer Michael Frontzeck.

Mönchengladbach. Nach einem Bundesliga-Spiel gewährt Michael Frontzeck im Gespräch mit den Medienvertretern nur selten einen Blick in sein Gemütsleben. Der Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach ist kein Freund von verbalen Rundumschlägen, bevorzugt - unabhängig vom Ergebnis - in seinen öffentlichen Statements meist die sachliche Analyse.

Selbst nach packenden und äußerst nervenaufreibenden 90 Minuten wie die beim 2:2 in Hoffenheim reagiert Frontzeck zurückhaltend. Fragen, welche Mannschaft Schiedsrichter Wolfgang Stark in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena mit seinen strittigen Entscheidungen (u.a. zwei Handelfmeter) nun mehr benachteiligt habe, kommentiert Frontzeck erst gar nicht groß. Individuelle Kritik an seinen Spielern äußert der 45-Jährige im Beisein von Journalisten sowieso nicht. Später, mit etwas Distanz zum Geschehen, betont Frontzeck im Gespräch mit unserer Zeitung: "Es waren drei Punkte möglich. Natürlich fällt es mir auch schwer, direkt nach dem Spiel immer die Contenance zu bewahren. Aber es ist nun mal so, dass die Schiedsrichter einen verdammt schwierigen und undankbaren Job haben, den ich nicht machen möchte." Natürlich sei das Handspiel von Hoffenheims Nilsson vor dem Strafraum gewesen, und aus seiner Sicht sei Filip Daems in der Szene, die den Handelfmeter zum Endstand verursacht hatte, angeschossen worden.

"Nach den Fernsehbildern ist man immer klüger"

"Nachher, wenn man die Fernsehbilder zum wiederholten Mal gesehen hat, ist man immer klüger. Aber der Schiedsrichter hat in diesen Augenblicken innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheiden müssen." Seine Mannschaft müsse sich vielmehr den Vorwurf gefallen lassen, "den Sack nicht zugemacht und sich zu viele Fehler bei eigenem Ballbesitz erlaubt" zu haben. Von einer vergebenen Chance, doch noch in höhere Tabellenregionen vorzustoßen, dieses Thema wischt Sportdirektor Max Eberl gleich vom Tisch: "Wir wollen als Gladbach nicht vermessen sein, Träumereien bringen uns nicht weiter. Mit einer Nacht drüber schlafen geht dieses 2:2 schon in Ordnung." Auch Frontzeck hatte keine Lust, was-wäre-wenn zu spielen: "Die Trauer sollte nicht allzu groß sein, wir wissen dieses Ergebnis richtig einzuschätzen." Fakt ist: Vor dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg hat die Borussia ein Polster von zwölf Zählern auf die Abstiegsränge vorzuweisen und nach dem 23. Spieltag bereits fast so viele Punkte gesammelt wie in der gesamten Vorsaison (29 zu 31).

Was das Ziel "Klassenerhalt ohne Zittern" anbelangt, liegt Borussia Mönchengladbach im Soll. Die Macher können behutsam am Kader für die Zukunft feilen.

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