Meyer will aus der Schießbude der Nation ein gut ausbalanciertes Team formen.

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Hans Meyer weiß, dass es für die Borussia kurz vor Zwölf ist, aber seine Zuversicht hat er noch nicht verloren.

Hans Meyer weiß, dass es für die Borussia kurz vor Zwölf ist, aber seine Zuversicht hat er noch nicht verloren.

Hans Meyer weiß, dass es für die Borussia kurz vor Zwölf ist, aber seine Zuversicht hat er noch nicht verloren.

Mönchengladbach. Beim Trainingsauftakt des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach wollten sich am Samstag rund 1.500 Kiebitze davon überzeugen, ob sie sich für die Rückrunde noch Hoffnungen machen können.

Sollten die Verantwortlichen des Tabellenletzten mit ihren in der Winterpause getroffenen Personalentscheidungen wie schon zum Saisonstart keinen Volltreffer landen, dürfte es sehr schwer werden, den erneuten Abstieg - es wäre der dritte in der Vereinsgeschichte - aus der Beletage des deutschen Fußballs noch abzuwenden.

Die Neuzugänge Tomas Galásek, Logan Bailly, Paul Stalteri und Dante lassen viele Fans allerdings hoffen, dass sie sich am 23. Mai nach dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund auf ein weiteres Jahr Erstliga-Fußball freuen können. Auch Cheftrainer Hans Meyer ist davon überzeugt, dass seine Borussia in der Rückrunde ein anderes Gesicht zeigen wird.

Wie ist Ihr erster Eindruck von den vier Neuzugängen der Borussia?

Hans Meyer: "Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass ich bereits nach einer Laufeinheit etwas über diese Spieler sagen kann."

Wie schnell können Sie die Neuzugänge in die Mannschaft integrieren?

Meyer: "Bei Zweien weiß ich, dass es sehr schnell geht. Galasek und Stalteri dürften aufgrund ihrer Erfahrung keine Probleme damit haben, rasch ins Team zu finden. Sie haben gelernt, sich anzupassen. Sie verstehen auch die deutsche Sprache so gut, dass es für den Fußball absolut ausreicht."

Was ist mit Dante und Bailly?

Meyer: "Von ihrer Veranlagung her, was die Scouts sagen, was ich gesehen habe, und was ich an Informationen habe, könnten das zwei sein, die für den Klub möglicherweise eine Basis für mehr und länger werden. Das einzige Problem ist die Frage der Sprache. Bis sie das deutsche Fußball-Einmaleins können, wird Steffen Korell bei Mannschaftsbesprechungen vom Französischen ins Deutsche übersetzen."

Woran werden Sie in den kommenden vier Wochen mit der Mannschaft vor allem arbeiten?

Meyer: "Wir haben vier neue Spieler geholt, weil wir glauben, dass sie uns als Gruppe besser machen. Wir werden in unserer Trainingsarbeit darauf achten, dass es auch mit den Neuzugängen passt. Zudem werden wir Wert darauf legen, dass wir fit werden. Vor allem über taktische Übungen und Abläufe."

Sie haben gleich vier Neuzugänge vor allem für die Abwehr geholt, weitere Spieler aussortiert. Warum?

Meyer: "Wir waren in der Hinrunde die Schießbude der Nation und wären, wenn wir mit dieser Mannschaft so weitergemacht hätten, hundertprozentig abgestiegen."

"Mit den Neuzugängen werden wir über eine bessere Organisation auf dem Platz verfügen."

Hans Meyer

Was stimmt sie jetzt zuversichtlich?

Meyer: "Ich bin fest der Meinung, dass wir etwas verändern werden. Mit den Neuzugängen werden wir über eine bessere Organisation auf dem Platz verfügen. Von dieser besseren Balance werden auch unsere Offensivspieler profitieren."

Der Vertrag mit Oliver Neuville soll verlängert werden. Welche Rolle spielt er in Ihren Planungen?

Meyer: "Er kann der Mannschaft mit seiner Erfahrung und seiner immer noch vorhandenen Schnelligkeit durchaus noch helfen. Wenn die Leistungen stimmen und er topfit ist, wird er seine Chancen bekommen. Ich bin froh, dass er bei uns verlängern will. Auch auf die Gefahr hin, dass er in einem weiteren Jahr erste Liga vielleicht nur noch Stand-by-Profi wäre."

Die Borussia bleibt als einziger Bundesligist in der Winterpause zu Hause. Welche Gründe gibt es dafür?

Meyer: "Das ist Zufall. Es hat mit dem zunächst geplanten Trainingslager einfach nicht gepasst. Deshalb habe ich so entschieden. Wir haben hier im Borussia-Park optimale Trainingsmöglichkeiten. Und die fehlende Sonne holen wir uns auf der Sonnenbank."

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