Beim 1:2 gegen Bochum überzeugen nur die Youngster Bäcker und Herrmann.

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Fabian Bäcker war neben Patrick Herrmann der einzige Lichtblick bei der 1:2-Heimschlappe gegen den VfL Bochum. Herrmann legte auf, und Bäcker erzielte das einzige Tor der Borussia.

Fabian Bäcker war neben Patrick Herrmann der einzige Lichtblick bei der 1:2-Heimschlappe gegen den VfL Bochum. Herrmann legte auf, und Bäcker erzielte das einzige Tor der Borussia.

Kruck

Fabian Bäcker war neben Patrick Herrmann der einzige Lichtblick bei der 1:2-Heimschlappe gegen den VfL Bochum. Herrmann legte auf, und Bäcker erzielte das einzige Tor der Borussia.

Mönchengladbach. Auch nach dem Schlusspfiff machten die Bundesliga-Debütanten Patrick Herrmann (18) und Fabian Bäcker (19) eine gute Figur: Borussias Mediensprecher Markus Aretz nickte den Jungspunden kurz anerkennend zu, als sie alle Fragen der wartenden Journalisten artig beantwortet hatten und im Anschluss in der Kabine verschwanden.

"Das hat man ja schon in der Vorbereitung gesehen, dass sie uns weiterhelfen können. Sie haben das gebracht, was sie als Einwechselspieler bringen können", lobte später Sportdirektor Max Eberl die Borussen-Bubis, die durch den Ausfall der Stürmer Friend, Colautti, Matmour und Neuville in den Kader gerückt waren. In der Tat zählten Herrmann und Bäcker bei der bitteren 1:2-Heimpleite gegen den VfL Bochum zum Rückrundenauftakt zu den ganz wenigen Lichtblicken im meist bescheidenen Spiel der Gladbacher Borussia.

Erwärmende Schlussphase bringt keinen zählbaren Erfolg

Die beiden sorgten nach ihrer Einwechslung mit einer unbekümmerten Vorstellung dafür, dass zumindest die Gladbach-Fans unter den 36245 Zuschauern im "Eiskeller" Borussia-Park eine halbwegs erwärmende Schlussphase erleben durften. Nicht Dante, Arango oder Bobadilla, sondern Herrmann und Bäcker hießen schließlich auch die Stationen, die zum einzigen Gladbacher Tor geführt hatten.

"Ich habe mit Patrick lange zusammen im Internat gewohnt, wir haben zusammen in der A-Jugend gespielt. Daher war es kein Zufall, dass er mich so angespielt hat. Er kennt meine Laufwege", versuchte Fabian Bäcker später zu erklären, warum in der 80.Minute Patrick Herrmann ihm den Ball per Flanke genau auf den Schlappen servieren konnte und der Jungstürmer schließlich volley à la Gerd Müller zum 1:2 vollstreckte.

Herrmann war erst wenige Augenblicke zuvor für Filip Daems eingewechselt worden, hatte bei der tollen Vorarbeit noch dessen Kapitänsbinde in der Hand, da Dante die Binde nicht wollte und Tobias Levels auf der rechten Außenbahn verschwunden war. "Tobi stand zu weit weg, als ich eingewechselt wurde. Das Spiel ging ja direkt weiter, da bin ich halt mit der Kapitänsbinde in der Hand losgerannt", sagte Herrmann.

Ein halbes Jahr vor Vertragsende hat die Borussia den Kontrakt mit Sebastian Svärd aufgelöst. Das teilte der Bundesligist am Samstag mit. Wohin der 27-jährige Däne wechselt, ist nicht bekannt. Svärd kam 2006 vom portugiesischen Erstligisten Vitória Guimaraes nach Gladbach und absolvierte dort 15 Bundesliga- sowie elf Zweitligaspiele. Sein Vertrag bei der Borussia wäre im Sommer ausgelaufen.

Natürlich sei es ein tolles Erlebnis gewesen, zum ersten Mal in der Bundesliga zu spielen, davon träume man schließlich als junger Fußballer. Aber freuen, so Herrmann, könne er sich nicht so richtig über die ersten Einsatz-Minuten Liga eins: "Wir haben verloren, deshalb kann ich nicht zufrieden sein."

Auch Fabian Bäcker (25 Tore in der vergangenen U19-Bundesligasaison) demonstrierte in der Öffentlichkeit die Portion Demut, die im Profi-Geschäft von einem so jungen Spieler wohl noch erwartet wird. "Das war mein erstes Bundesliga-Spiel, mein erstes Bundesliga-Tor, aber auch meine erste Bundesliga-Niederlage. Deshalb überwiegt die Enttäuschung." Doch vielleicht haben Bäcker und Herrmann ja schon bald die Gelegenheit, auch den ersten Sieg als Bundesliga-Spieler (in aller Bescheidenheit) genießen zu können.

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