Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05
Der Mönchengladbacher Torschütze zum 2:0 Max Kruse (M) jubelt mit Patrick Herrmann (l) und Soto Dominguez.

Der Mönchengladbacher Torschütze zum 2:0 Max Kruse (M) jubelt mit Patrick Herrmann (l) und Soto Dominguez.

Roland Weihrauch

Der Mönchengladbacher Torschütze zum 2:0 Max Kruse (M) jubelt mit Patrick Herrmann (l) und Soto Dominguez.

Mönchengladbach. Jetzt hat Borussia Mönchengladbach das gewünschte Endspiel um Platz fünf am kommenden Samstag zum Saisonabschluss beim VfL Wolfsburg, das im Schlussspurt mit 2:1 beim VfB Stuttgart siegte. Mit dem 3:1 (1:0)-Erfolg gegen Mainz 05 behauptete die Mannschaft von Trainer Lucien Favre den Zwei-Punkte-Rückstand auf die Niedersachsen – muss nun aber dort gewinnen, um den begehrten Platz fünf einzunehmen. Der berechtigt ohne Play-off-Runde zur Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League.

Die Gladbacher in der Einzelkritik

Marc-André ter Stegen: Die ersten Tränen flossen schon vor dem Abpfiff, als die Clubspitze den Torhüter offiziell verabschiedete. Anschließend war es ein Festival der Klasse dieses jungen Torhüters. Der mit einem grandiosen Reflex gegen Sotos Fallrückzieher den Ausgleich verhinderte und zuvor mit einer tollen Parade einen Kopfball von Soto entschärfte. Beim Gegentor ohne Chance einer Abwehr. Sein Nachfolger Yann Sommer tritt ein schweres Erbe an. Note: 1-

Julian Korb: Mit einer grundsoliden Leistung in Offensive und Defensive. Rettet einen gefährliche Hereingabe vor dem freistehenden Okazaki zur Ecke (34.). Ein Stockfehler an der Seitenlinie, als der Ball ins Aus trudelte. Note: 3+

Tony Jantschke: Im Zentrum liegt laut Trainer Favre seine Zukunft in dieser Mannschaft. Gestern trat er einen weiteren Beweis dafür an. Fehlerlos, zweikampfstark und mit guten Einfällen im Aufbauspiel. Note: 2

Martin Stranzl: Sein Führungstor leitete diesen Heimsieg ein. Zuvor hatte Kruse von rechts auf den langen Pfosten geflankt, wo Dominguez den Ball wieder zum anderen Pfosten köpfte und der Österreicher völlig frei einnickte. Solider Abwehrchef. Note: 2

Alvaro Dominguez: Licht und Schatten wechselten sich beim Spanier ab. Erst lief ihm Pospech im Rücken weg, wenig später versprang ihm ein Ball ins aus. Mit seiner Torvorbereitung fand er immer besser ins Spiel. Note: 3+

Havard Nordtveit: Spielte den defensiveren Part der beiden Sechser mit viel Übersicht und Routine. Note: 3+

Christoph Kramer: Mit dem Tor zum 3:1 belohnte er sich und belegte, warum er gesetzt ist. Der Dauerläufer der Liga leitete den Konter mit Pass auf Kruse ein, der in dann am Mainzer Sechzehner wieder bediente. Sein Schuss ins lange Eck krönte einen mannschaftsdienliche und nimmermüde Arbeitsauffassung. Note: 2+

Patrick Herrmann: Sehr aktive, aber nicht so effizient wie in den letzten beiden Spielen. Manchmal erhielt er nicht die optimalsten Zuspiele, um seinen Schnelligkeit auszuspielen, dann wieder timte er die Pässe für seinen Mitspieler nicht punktgenau. So wie vor Kruses 2:1. Note: 3+

Juan Arango: Er hat in den vergangenen Wochen zusehends den Fähigkeiten der Spielgestaltung auch das kämpferische Element entdeckt. Aggressives Pressing bis weit in die 80. Minuten hinein ist ansonsten nicht die Stärke des Venezolaners. Er will Borusse bleiben – das ist zu spüren. Note: 2-

Raffael: Am Ball überragend, momentan hakt es etwas im Zusammenspiel und an der Effektivität des Brasilianers. Note: 3

Max Kruse: Der Mann, der an allen Gladbacher Tore beteiligt war. Das 1:0 initiiert er mit seiner Flanke, das 2:0 erzielte er selbst mit einem tollen Schuss vom Sechzehnmetereck ins lange Toreck. Und beim 3:1 bedient er Laufwunder Kramer. Kruse reiht sich gleich hinter Kramer als Zweiter in der Laufrangfolge ein. Note: 1-

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