Man kann es durchaus so auslegen wie Robin Dutt, Trainer des SC Freiburg, für den die Partie seiner Breisgauer gegen den Rekordmeister FC Bayern (1:2) mitnichten das "Spiel des Jahres" gewesen sei, sondern eines von 34.

Genau das ist die Begegnung der Gladbacher am Samstag im Borussia-Park gegen den 1.FC Köln nicht. Der 17. trifft auf den 14., zwei Teams auf Augenhöhe also, rheinische Rivalen, die sich seit dem ersten Aufeinandertreffer 1965 nichts schenken, und nicht zu vergessen die brisante Momente im Fan-Milieu: Für Zündstoff ist im 75. Spiel zwischen dem VfL und dem FC gesorgt.

Gladbach gegen Köln - da macht in aller Regel Borussia ihr Ding vor heimischem Publikum. So verließen die Gladbach in den vergangenen 20 Jahren in der Bundesliga nur zweimal als Verlierer den Platz. 1989 unter Cheftrainer Wolf Werner mit 0:2 und im Oktober 2008 erwischte es Jos Luhukay (1:2). Luhukay wurde einen Tag später suspendiert. Werner sechs Wochen nach der Schlappe gegen Köln. Das nur am Rande.

Für Gladbachs Coach Michael Frontzeck, der im Borussia-Park wie Western-Legende John Wayne fest im Sattel sitzt und dem beim Aufbau der neuen Borussia auch eine länger andauernde Niederlagenserie zugebilligt wird, ist die Begegnung gegen die Kölner am Samstag wohl auch ein Spiel wie jedes andere, ein wichtiges zweifellos, aber auch nur eines von 34. Egal, wie die Fans es sehen.

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