Die Borussia hat sich mit dem 2:2 auf Schalke neues Selbstvertrauen erkämpft.

Kapitän Filip Daems (links; hier gegen Raul) zeigte gegen Schalke eine starke Leistung.
Kapitän Filip Daems (links; hier gegen Raul) zeigte gegen Schalke eine starke Leistung.

Kapitän Filip Daems (links; hier gegen Raul) zeigte gegen Schalke eine starke Leistung.

Wiechmann

Kapitän Filip Daems (links; hier gegen Raul) zeigte gegen Schalke eine starke Leistung.

Gelsenkirchen. Sicher, die Lage ist trotz des 2:2-Remis auf Schalke immer noch ernst für den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Fünf Punkte nach sechs Spielen und Relegationsplatz 16 sind alles andere als ein Ruhekissen.

Dennoch dürfen die Macher im Borussia-Park den Duellen gegen die Großkaliber aus Wolfsburg und Hoffenheim wieder optimistischer entgegenblicken. Nach drei Pleiten in Folge haben die Fohlen mit ihrem beherzten Auftritt in Gelsenkirchen den freien Fall gestoppt.

Gutes Spiel der Gladbacher wird mit einem Punkt belohnt

"Wir haben wieder Boden unter den Füßen", bemerkte Trainer Michael Frontzeck erleichtert, "wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und sind mit einem Punkt belohnt worden." Der Schock von Stuttgart, die 0:7-Klatsche, an der die Borussen auch noch merklich beim 1:2 im Heimspiel gegen Aufsteiger St. Pauli zu knabbern hatten, sei "endlich verdaut", wie Filip Daems nach dem Schlusspfiff im Schalker Hexenkessel betonte.

Der VfL-Kapitän hatte in Form von Leistung dazu beigetragen, dass die Elf vom Niederrhein "wieder in der Spur" ist. Daems zeigte sich wie einige seiner Kollegen (Bradley, Levels, Bobadilla, Reus, Anderson, Levels) stark verbessert, machte Dampf auf der linken Seite und behielt die Nerven, als er den Strafstoß gegen Nationalkeeper Manuel Neuer verwandelte.

"Es war klar, dass ich Verantwortung übernehmen musste", so der Belgier. Daems stand auch seinen Mann, als er nach Brouwers’ Platzverweis in die Innenverteidigung rutschte und sich in der turbulenten Schlussphase Schalkes Millionen-Stürmern Raul und Klaas Jan Huntelaar entgegenwarf. Richtige Freude wollte beim Routinier allerdings nicht aufkommen: "Wenn man kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich kassiert, überwiegt natürlich ein wenig die Enttäuschung."

Am Tag nach dem 2:2 auf Schalke, fehlte Michael Frontzeck beim Training. Der Coach hatte sich schon früh ins Auto gesetzt und war nach Wolfsburg gedüst, schaute sich den 2:1-Sieg der Wölfe gegen Freiburg an. Das Training im Borussia-Park leiteten daher Manni Stefes und Frank Geideck. Während die Stammspieler durch den Hardter Wald radelten, absolvierte der Rest des Kaders eine Einheit auf dem Platz. Idrissou, Jaures und Matmour wurden geschont.

Auch Tobias Levels musste angesichts der verpassten Chance, nach über 18 Jahren wieder einmal bei S04 zu triumphieren, kurz schlucken: "Wir waren sehr, sehr nah dran." Doch dann wurde auch Levels bewusst, wie bravourös sich der VfL beim Vizemeister aus der Affäre gezogen hat: "Wenn man so eine Leistung auf Schalke bringt, kann man keine zerrüttete Mannschaft sein."

Und plötzlich scheint für die Borussia vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg wieder alles möglich. Levels: "Das war ein wichtiger Schritt hin zu unserer wahren Leistungsfähigkeit. Wenn wir daran gegen Wolfsburg anknüpfen können, können wir sie auch besiegen."

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