Manager und Club beschwören im Angesicht eines eventuellen Bayern-Interesses an Eberl ihre gegenseitige Wertschätzung.

Mönchengladbach. Es läuft derzeit nicht sonderlich gut bei Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga. Und weil Sportchef Max Eberl einen sehr guten Daht zum gerade wiedergewählten Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß hat, in Bayern seine Heimat liegt und der deutsche Rekordmeister nach der Demission von Matthias Sammer noch immer einen neuen Sportdirektor sucht, liegt der Gedanke nicht fern: Eberl als Kandidat für den bajuwarischen Management-Job ab der kommenden Saison?

Am Mittwoch war das die Schlagzeile der Sportbild, schon war auch der Club in Alarmstimmung. Weil Eberl entscheidender Teil des Gladbacher Aufschwungs der vergangenen Jahre ist und Gladbach mit seinen Managementqualitäten unter anderem zwei Mal in die Champions League geführt hat - nur ein Grund, warum man Eberl den Job in München ohne Umschweife zutrauen würde. Doch dazu kommt es allem Anschein nach nicht. Jedenfalls jetzt noch nicht, wenn man die Aussagen der Protagonisten hört - und ihnen Glauben schenkt.

Vertrag bis 2020

„Ich habe mich dazu schon im Sommer geäußert und es gibt da auch keinen neuen Stand. Ich habe bei Borussia einen Vertrag bis 2020, ich fühle mich in Gladbach total wohl", sagte Eberl am Mittwoch. Und: "Ich will hier etwas erreichen, und alles andere ist kein Thema für mich.“

Die Borussia ist nicht bereit, auf Eberl zu verzichten und zieht einen verbalen Schutzwall um ihren vielleicht wichtigsten Angestellten. Gestern in Person des Präsidenten Rolf Königs: „Wir haben nicht ohne Grund im Herbst 2015 die Verträge mit unseren beiden wichtigsten Akteuren im operativen Bereich, Max Eberl und Stephan Schippers, langfristig bis 2020 verlängert. Die sportliche Weiterentwicklung unseres Vereins und der Bau des neuen multifunktionalen Gebäudes sind Projekte, für die unsere beiden Geschäftsführer maßgeblich verantwortlich und unverzichtbar sind. Darauf haben wir uns im Präsidium und im Aufsichtsrat festgelegt. Dies dient der Zukunftssicherung unseres Vereins", sagte Königs am Mittwoch und setzte fest: "Es kann keine Rede davon sein, dass wir bereit sind, jemanden ziehen zu lassen.“

Thema erledigt? Fortsetzung folgt.

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