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96-Stürmer Mame Diouf erzielte zwei Treffer gegen Mönchengladbach. Foto: Peter Steffen

96-Stürmer Mame Diouf erzielte zwei Treffer gegen Mönchengladbach. Foto: Peter Steffen

dpa

96-Stürmer Mame Diouf erzielte zwei Treffer gegen Mönchengladbach. Foto: Peter Steffen

Hannover. Borussia Mönchengladbach hat erstmals in dieser Bundesliga-Saison zwei Niederlagen in Folge hinnehmen müssen. Nach dem 0:2 zum Rückrundenauftakt gegen Bayern München unterlag die Mannschaft von Trainer Lucien Favre am Samstagabend auch bei Hannover 96 mit 1:3 (0:0) und rutschte somit aus den Champions-League-Rängen. Der Auftakt ins neue Jahr ist Borussia somit alles andere als geglückt.

Der Moment des Spiels: Tolle Atmosphäre in der Arena nach dem Schlusspfiff. Die 96-Fans feierten ihre Mannschaft, für den neuen Trainer Tayfun Korkut gab es Sonderapplaus. Korkut feierte eine gelungene Heimpremiere, der Nachfolger von Mirko Slomka hat die Herzen der Niedersachen im Sturm erobert.

Der Spieler des Spiels: Eigentlich hatte Mame Biram Diouf Hannover während der Winterpause verlassen wollen, der Stürmer träumte von einem Engagement bei einem großen Top-Klub. Doch die Niedersachsen ließen Diouf nicht ziehen – was dieser nun wiederum 96 mit Top-Leistungen "dankt". So wie gegen Gladbach, als Diouf bester und gefährlichster Spieler auf dem Platz war und die Fohlen per Doppelpack aus der Arena schoss. Diouf hat unter Beweis gestellt, dass er nicht nur ein hochbegabter Vollblut-Angreifer ist, sondern auch ein absoluter Profi.

Der Aufreger des Spiels: In der 41. Spielminute tobten die 96-Fans vor Freude, bejubelten ausgelassen den vermeintlichen Führungstreffer zum 1:0 durch Diouf. Der hatte nach einer Ecke von Bittencourt die Kugel per Kopf über die Linie gedrückt – doch Schiedsrichter Bastian Dankert hatte in dieser Szene genau hingeschaut und erkannt, dass vor Dioufs Treffer Hannovers Huszti VfL-Verteidiger Tony Jantschke weggeschubst hatte. Dankert entschied auf Offensivfoul statt auf Tor für 96 – und damit lag der Unparteiische vollkommen richtig.

Stimmen zum Spiel:

Zieler - Rajtoral, Marcelo, Hoffmann, C. Schulz - Schmiedebach, Stindl – Huszti (87. Andreasen), Bittencourt (90.+2 Pocognoli) – Rudnevs (89. Schlaudraff), Diouf

ter Stegen – Korb, Jantschke, Stranzl, Wendt – Xhaka (81. Mlapa), Kramer – Herrmann (74. Younes), Arango (64. Hrgota) – Raffael, Kruse

1:0 Rudnevs (57.), 2:0 Diouf (82.), 2:1 Mlapa (84.), 3:1 Diouf (90.)

Huszti / Korb (5.), Xhaka

Bastian Dankert

47000

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Der Sieg für Hannover ist nicht unverdient. Wir wollten das Spiel machen, aber dafür braucht man viel mehr Bewegung, Tempo und Tiefe – all das hat uns gefehlt. Zudem hatten wir zu viele unnötige Ballverluste. Vorne haben wir zu langsam gespielt, meist mit drei, vier Kontakten. Dafür hat Hannover die Räume viel zu eng gemacht. In der Schlussphase haben wir es besser gemacht. Es war mehr Tempo in unserem Spiel und wir haben uns einige Torchancen erspielt. Leider hat es nicht mehr zu einem Punkt gereicht."

Tayfun Korkut (Trainer Hannover 96): "Wir haben gegen Gladbach unsere Leistung aus der vergangenen Woche gegen Wolfsburg bestätigt. Dafür muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. In den ersten 30 Minuten standen wir zu tief und haben es nicht geschafft, Zugriff zu bekommen. In der Pause haben wir angesprochen, dass wir in der zweiten Hälfte mehr Ballbesitz brauchen, haben aber auch nicht vergessen, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft spielen. Nach der Pause haben wir höher attackiert und mit unserer individuellen Qualität gezeigt, dass wir eiskalt sein können." 

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