Beim 1:0-Erfolg der Borussia in Nürnberg gefällt Hanke im Sturm. Stranzl und Nordtveit stabilisieren die Abwehr.

Fussball
Havard Nordtveit (rechts) muss gegen Hoffenheim aussetzen.

Havard Nordtveit (rechts) muss gegen Hoffenheim aussetzen.

Die haben in Nürnberg einen ordentlichen ersten Auftritt im Trikot der Borussia gezeigt: Mike Hanke (Bild links, im Hintergrund Schiedsrichter Babak Rafati), Havard Nordtveit und Martin Stranzl (Bild rechts, von rechts).

Dieter Wiechmann, Bild 1 von 2

Havard Nordtveit (rechts) muss gegen Hoffenheim aussetzen.

Nürnberg. Nach dem Schlusspfiff in der Nürnberger WM-Arena rannten die Gladbacher Profis schnurstracks in die Kurve zu den Fans, feierten mit rund 3000 Borussen-Treuen den 1:0-Auswärtssieg beim „Club“. Der Auftakt zur Aufholjagd war gemeistert, mit Sprechchören bedankten sich die Anhänger vor allem bei Torhüter Christofer Heimeroth. Der 29-Jährige hatte wenige Minuten zuvor einen Strafstoß von Nürnbergs Javier Pinola pariert und somit die drei Punkte für die Elf von Trainer Michael Frontzeck festgehalten.

Dank der Videoanalyse pariert Heimeroth Pinolas Elfmeter

„Ich hatte in der Videoanalyse einige Elfmeter von Pinola gesehen. Ich habe mich darauf verlassen, dass er wieder in die linke Ecke schießt – und hatte Glück, dass es dann ja auch so gekommen ist“, machte Heimeroth später allerdings keinen allzu großen Bohei um seine Person. Heimeroth, der mittlerweile fünf Elfmeter in Serie gehalten hat, hob statt der eigenen lieber die Leistung der drei Winter-Einkäufe Mike Hanke, Martin Stranzl und Havard Nordtveit hervor. „Es hat uns gut getan, dass wir mit diesen drei unbelasteten Spielern in die Partie gehen konnten. Ihnen steckt diese verkorkste Hinrunde nicht in den Knochen“, sagte Heimeroth und schob gleich hinterher: „Sie haben befreit aufgespielt, und wir konnten uns an ihnen orientieren.“

In der Tat sorgte das Trio für mehr Stabilität in der Borussen-Elf. Hanke gefiel im Sturm durch seine Laufbereitschaft und bereitete das Tor durch Roman Neustädter (8.) vor. 20 Minuten vor dem Abpfiff wurde er dann vollkommen ausgepumpt von Michael Bradley abgelöst. „Ich war ziemlich kaputt. Ich weiß gar nicht, wann ich mein letztes Spiel über 90 Minuten gemacht habe“, so der Stürmer, der als Zuschauer bei Heimeroths Heldentat ganz gelassen blieb. „Ganz ehrlich? Ich wusste, dass er ihn hält. Weil wir davor schon richtig Glück hatten. Da hatte ich schon gesagt: Wenn wir das heute nicht gewinnen, wird das nie wieder was.“

Und Martin Stranzl, der zusammen mit dem starken Havard Nordtveit in Borussias Hintermannschaft der Turm in der Schlacht war, machte gleich deutlich, dass er mit dem Job als Abwehrchef keine Probleme hat und gerne Verantwortung übernimmt. „Wir haben gut angefangen, aber die letzten 30 Minuten waren nicht in Ordnung. Da werden wir mit der Mannschaft drüber sprechen, damit das noch besser wird.“

Was das schwere Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen angeht, gibt Hanke die Marschroute vor: „Gegen Leverkusen müssen wir so weitermachen und möglichst den nächsten Dreier nachlegen.“

Leserkommentare (4)


() Registrierte Nutzer