Das Eigentor von ter Stegen ist ein weiterer Rückschlag für Gladbach und erstaunt die Liga.

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Gladbachs Tohüter Marc-André ter Stegen mag nach seiner Slapstick-Einlage gar nicht hinsehen. Domi Kumbela (l.) und Karim Bellarabi feieren den Ausgleich zum 1:1.

Gladbachs Tohüter Marc-André ter Stegen mag nach seiner Slapstick-Einlage gar nicht hinsehen. Domi Kumbela (l.) und Karim Bellarabi feieren den Ausgleich zum 1:1.

dpa

Gladbachs Tohüter Marc-André ter Stegen mag nach seiner Slapstick-Einlage gar nicht hinsehen. Domi Kumbela (l.) und Karim Bellarabi feieren den Ausgleich zum 1:1.

Braunschweig. Echt jeck. Ausgerechnet kurz vor dem Höhepunkt des närrischen Frohsinns wird Marc-André ter Stegen zur Spaßbremse am linken Niederrhein. Mit einer unfreiwilligen Slapstick-Einlage zum 1:1-Ausgleich bei Eintracht Braunschweig, verdarb der Torhüter von Borussia Mönchengladbach seiner Mannschaft gründlich die Laune und den Anhängern die Lust am Feiern. Denn die Gladbacher waren nach einer 1:0-Führung auf dem Weg, ihre sieglose Serie zu beenden. Doch ein Rückpass von Kapitän Filip Daems wurde für ter Stegen zum Albtraum. Er ließ den Ball über den Spann ins Tor rutschen – 1:1 (52.).

Ter Stegen: „Ich habe einen schweren Fehler gemacht“

Nach dem Abpfiff wütete ter Stegen gegen Kapitän Daems. Selbst auf dem Weg in die Kabine ging der Zoff weiter. „Er saß dort wie ein Häufchen Elend“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Wenig später erschien ter Stegen: „Ich habe einen schweren Fehler gemacht, kann es aber nicht ändern. Das bringt mich nicht um. Weiter geht’s.“ Dabei fordert ter Stegen wie kein Zweiter in der Liga den Ball, um ihn gekonnt zu verarbeiten und in den eigenen Reihen zu halten. Das Missgeschick ist ihm nun aber schon zum zweiten Mal passiert – wohl auch wegen eines zuweilen lässigen Umgangs mit dem Ball. Im Juni vorigen Jahres hatte er einen Rückpass von Benedikt Höwedes im Länderspiel gegen die USA ins eigene Tor gelenkt. Ter Stegens Missgeschick war in der spanischen Presse schnell rum. „AS“ urteilte: „Der künftige Barca-Torwart schießt schon wieder ins eigene Tor.“ „Marca“ titelte: „Schwerer Patzer von ter Stegen“. Gladbachs Cheftrainer Lucien Favre versuchte, Ruhe zu bewahren: „Natürlich durfte der Ausgleich so nicht fallen. Aber Fehler macht jeder, auch Marc-André, das müssen wir gemeinsam tragen.“ Aber wie?

Erstmals seit Monaten aus den Europapokalrängen gerutscht

Sehr gut - Gut Raffael Befriedigend Jantschke, Stranzl Ausreichend Korb, Daems, Herrmann, Kramer, Kruse, Nordtveit, Xhaka, Kruse Mangelhaft Ter Stegen, Hrgota Ungenügend -

Sehr gut - Gut Bellarabi, Nielsen Befriedigend Hochscheidt, Kumbela, Bicakcic Ausreichend Kessel, Boland, Correia, Pfitzner, Reichel Mangelhaft Davari Ungenügend -

Zum dritten Mal in Folge (in Bremen, gegen Hoffenheim und jetzt in Braunschweig) versäumten es die Gladbacher nach der Führung das Spiel mit einem Sieg zu beenden. Dadurch glitten sechs Punkte aus den Händen. Gladbach setzt zunehmend die Europapokalteilnahme aufs Spiel. Erstmals seit dem siebten Spieltag rutschte das Favre-Team aus dem „internationalen Block“. Dass die allgemeine Verunsicherung nun auch Torwart ter Stegen erfasste, ist die bittere Erkenntnis an diesem 23. Spieltag. Ein Treffer von Mlapa, der wegen Abseits, das keines war, zurückgepfiffen wurde, sowie die fünfte und zehnte Gelbe Karte für Kramer, bzw. Xhaka rundeten das triste Bild am Karnevalswochenende ab. Eigentor Nummer eins fabrizierte im übrigen ter Stegens Kollege Daniel Davari, dem ein Eckball von Raffael ans Knie sprang und dann ins Tor zum 1:0 für die Gladbacher kullerte.

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