Martin Hinteregger steht nach seinem Eigentor enttäuscht auf dem Platz.
Martin Hinteregger steht nach seinem Eigentor enttäuscht auf dem Platz.

Martin Hinteregger steht nach seinem Eigentor enttäuscht auf dem Platz.

Guido Kirchner/dpa

Martin Hinteregger steht nach seinem Eigentor enttäuscht auf dem Platz.

Mönchengladbach. Die Einzelbewertung der Gladbacher Spieler nach der enttäuschenden Niederlage auf Schalke.

Yann Sommer: Spielt fehlerlos, zeigt gegen Meyer eine gute Parade, fischt eine abgefälschte Schöpf-Hereingabe stark weg, aber kassiert dennoch zwei Treffer. Eigentor plus abgefälschter Schuss – jeweils keine Abwehrchance. Note: 3+

Nico Elvedi: Solider Part des jungen Schweizers, wirkt bei seinen Offensiv-Aktionen zeitweise etwas unruhig, Abspiele kommen teilweise nicht sauber beim Mitspieler an. Note: 3-

Andreas Christensen: Guter Auftritt, auch wenn er vor der Schalker Führung im Laufduell mit Sane sichtlich Probleme hat, aber markiert den zwischenzeitlichen Ausgleich, seinen Kopfball kurz vor Spielende pariert Fährmann toll. Note: 2-

Havard Nordtveit: Unerklärlich, warum sich der Norweger bei eigenem Ballbesitz und ohne große Bedrängnis den letztendlich verheerenden Ballverlust vor dem 0:1 leistet. Macht die Aktion noch schlimmer, als er im Zurückeilen klären will und seinen Kollegen Hinteregger per „Doppelpass“ zum Eigentorschützen macht. Solche Aussetzer dürfen so einem Spieler, mit solch einer Erfahrung, nicht passieren. Note: 5-

Martin Hinteregger: Liefert einen wirklich ordentlichen Stiefel ab, wackelt nicht, klärt mehrfach kompromisslos, wird dann aber vom eigenen Kollegen Nordtveit zum Eigentordeppen gemacht. Ganz bitter. Note: 3-

Mo Dahoud: Darf im Mittelfeld so schalten und walten, als ob er den Schalkern in der Analyse vor dem Spiel irgendwie dadurchgegangen sei. Hat Pech, dass sein fulminanter Schuss nur an die Latte knallt. Note: 3+

Ab 75. Spielminute Patrick Herrmann: Kann sich nicht mehr auffällig in Szene setzen.

Granit Xhaka: Ist der Boss im Gladbacher Spiel, räumt ab, lenkt und dirigiert, ist allerdings auch der Unglücksrabe, der Goretzkas Schuss unhaltbar für Schlussmann Sommer abfälscht. Note: 3-

Thorgan Hazard: Ständiger Unruheherd. Quirlig, im Eins-gegen-Eins kaum zu stoppen, aber auch eine Meister im Auslassen von Großchancen. Wenn der Belgier nur mal Vollstrecker-Qualitäten entwickeln würde, dann würde ihn wohl so ziemlich jeder Top-Klub in Europa jagen. Hätte das Spiel alleine entscheiden müssen. Note: 3-

Ab 81. Spielminute André Hahn: Der Flügelspieler gibt nach monatelanger Verletzungspause (im Hinspiel foulte ihn Schalkes Geis ins Krankenhaus und auf den Operationstisch) sein Comeback im Gladbach-Trikot. Kann die unfassbare Niederlage gegen einen in allen Belangen schlechteren Gegner jedoch auch nicht verhindern.

Fabian Johnson: Ist aktuell nicht in der Verfassung, wie ihn sich wohl zahlreiche VfL-Fans wünschen. Läuft mit Kollektiv, setzt allerdings kaum Akzente, verzieht freistehend vor dem Schalker Tor ganz kläglich. Note: 4+

Ab 70. Spielminute Ibrahima Traoré: Bringt sicherlich frischen Wind rein, holt dazu Eckbälle raus, aber auch bei ihm fehlt vor dem Tor jegliche Durchschlagskraft in der Schalke-Arena.

Lars Stindl: Liefert eigentlich eine hervorragende Partie ab. Nur wer so viele gute Einschussmöglichkeiten wie Stindl an diesem Abend versiebt, der sollte sich auch mal kritisch hinterfragen, wie das überhaupt möglich gewesen ist. Spielt nichtsdestotrotz einen super Pass auf Christensen, den dieser zum zwischenzeitlichen 1:1 verwerten kann. Note: 3

Raffael: Ähnlich wie bei Stindl. Überragend, was der Brasilianer gegen seinen ehemaligen Verein zeigt. Nur nicht im Strafraum. Kein Killerinstinkt. Auch er hätte mindestens drei Tore machen können, wenn nicht sogar machen müssen. Fährmann, der Pfosten – nur Pech? Wer so viele Chancen verstreichen lässt, muss sich auch Kritik gefallen lassen. Denn am Ende hat diesmal auch die Offensive Gladbachs Auswärtspleite zu verantworten. Note: 3

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