Gladbachs Raffael vergibt kurz vor dem Ende eine Riesenchance. Die Borussia und Mainz bleiben nach dem 1:1 ungeschlagen.

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Kaum zu glauben, aber wahr: Raffael (l.) bringt den Ball aus wenigen Metern nicht am Mainzer Stefan Bell vorbei.

Kaum zu glauben, aber wahr: Raffael (l.) bringt den Ball aus wenigen Metern nicht am Mainzer Stefan Bell vorbei.

dpa (2), Reuters

Kaum zu glauben, aber wahr: Raffael (l.) bringt den Ball aus wenigen Metern nicht am Mainzer Stefan Bell vorbei.

Mönchengladbach. Fünf neue Spieler rein, fünf raus: Drei Tage nach dem Remis im zweiten Gruppenspiel der Europa League in Zürich vertraute Gladbachs Cheftrainer Lucien Favre erneut auf sein Rotationsprinzip, mit dem er in dieser Spielzeit so gut gefahren war. Und abermals bewährte sich das „ständige Wechselspiel“ des Schweizers. Einerseits.

Beim 1:1 in der Fußball-Bundesliga gegen Mainz 05 setzte die Fohlen-Elf ihre Erfolgsserie in allen Wettbewerben (Liga, DFB-Pokal, Europa League) fort. Andererseits erfüllten sich in einer temporeichen Begegnung nicht alle Träume. Immerhin: Die Gladbacher gehen ungeschlagen in die Länderspielpause. Es war das zwölfte Pflichtspiel ohne Niederlage.

Trainer Favre: Das Ergebnis ist schwer zu akzeptieren

Doch es war mehr drin für die Niederrhein-Elf. „Das Ergebnis ist schwer zu akzeptieren. Ein Sieg für uns wäre verdient gewesen. Uns fehlte am Ende auch das Quäntchen Glück“, sagte Favre. Der Fußballlehrer verzweifelte beim energischen Schlussspurt seiner Mannschaft schier und feuerte sie immer wieder enthusiastisch an.

Vergeblich. Die Gladbacher vergaben zwei große Chancen aus kürzester Distanz leichtfertig. Zuerst scheiterte Thorgan Hazard am Mainzer Torhüter Loris Karius, dann brachte Raffael den Ball aus zwei, drei Metern nicht über die Linie. Unglaublich. „Das Remis haben wir allein unserem Torwart zu verdanken“, gestand 05-Trainer Kasper Hjulmand.

Das Verfolger-Duell sahen in einer VIP-Loge auch DFB-Sportdirektor Hansi Flick und nahezu alle Bundesliga-Trainer. Hintergrund: Heute stellt der ehemalige Assistent von Jogi Löw in Mönchengladbach sein neues Konzept, seine Ideen vor.

Sehr gut Gut Sommer, Herrmann, Xhaka Befriedigend Raffael, Stranzl, Jantschke, Kramer, Kruse Ausreichend Korb, Johnson, Wendt MangelhaftUngenügend

Sehr gut Karius Gut Bungert Befriedigend Diaz, Baumgartlinger, Okazaki, Hofmann Ausreichend Brosinski, Djuricic, Bell, Moritz, Jara, Bustara Mangelhaft Ungenügend

Auf dem Spielfeld hatte die Elf von Lucien Favre bereits nach knapp vier Minuten die erste zündende Idee. Nach einem Angriff über mehrere Stationen schloss Raffael beherzt ab, aber der Brasilianer fand in Karius seinen Meister. Die Gastgeber blieben am Drücker, und als sie erneut mit einem verwirrenden Spielzug die Deckung der Rheinhessen aus den Angeln hoben, war es um Mainz geschehen. Über Raffael und Johnson landete der Ball bei Max Kruse, der sauber aus kurzer Entfernung abschloss (15.).

Eine Szene ganz nach dem Geschmack von Favre, der schnelles Spiel und klare Pässe besonders zu schätzen weiß. Die Rückkehr von Weltmeister Christoph Kramer und von Raffael tat dem Spiel der Gladbacher gut, und Xhaka mausert sich immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Mainz versteckte sich aber keineswegs. Borussia musste trotz Dominanz stets auf der Hut sein, und nach einem Handspiel von Julian Korb im Strafraum zeigte Schiedsrichter Manuel Gräfe auf den Punkt: Die Gladbacher Proteste waren vergeblich, Jonas Hofmann verwandelte eiskalt zum Ausgleich (31.).

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