Vor dem Duell des Letzten gegen den Ersten verliert Hans Meyer kein Wort über Marin.

Der Gegner sieht nur die Fersen von Marko Marin – das erhoffen sich die VfL-Fans am Samstag im Borussia-Park, wo der Bundesliga-Letzte auf Tabellenführer TSG Hoffenheim trifft.
Der Gegner sieht nur die Fersen von Marko Marin – das erhoffen sich die VfL-Fans am Samstag im Borussia-Park, wo der Bundesliga-Letzte auf Tabellenführer TSG Hoffenheim trifft.

Der Gegner sieht nur die Fersen von Marko Marin – das erhoffen sich die VfL-Fans am Samstag im Borussia-Park, wo der Bundesliga-Letzte auf Tabellenführer TSG Hoffenheim trifft.

Dieter Wiechmann

Der Gegner sieht nur die Fersen von Marko Marin – das erhoffen sich die VfL-Fans am Samstag im Borussia-Park, wo der Bundesliga-Letzte auf Tabellenführer TSG Hoffenheim trifft.

Mönchengladbach. Beide Teams sind im Gleichschritt souverän aufgestiegen, dennoch trennen Mönchengladbach und Hoffenheim vor dem morgigen Duell im Borussia-Park Welten. Genauer gesagt 17 Plätze und 27 Punkte, denn der VfL ist das Schlusslicht der Bundesliga, die TSG hingegen greift als Tabellenführer sogar nach der Meisterschale. "Auf dem Papier sind wir der Außenseiter, keine Frage", sagt Borussias Sportdirektor Max Eberl, zumal am Samstagnachmittag erneut Neuzugang Dante sowie Kleine und Jaures fehlen werden.

Die Liga zeigt Woche für Woche, dass jeder jeden schlagen kann

Angeschlagen ist zudem Stürmer Roberto Colautti. "Doch die Liga zeigt ja Woche für Woche, dass jeder jeden schlagen kann", ergänzt Eberl vor dem Duell "Tradition gegen Neureich". Dass die Hoffenheimer es direkt aus Liga zwei an die Spitze der Bundesliga geschafft haben, begründet VfL-Cheftrainer Hans Meyer mit der "unglaublich guten Mischung aus körperlicher Fitness und taktischer Disziplin. Wie sie kollektiv gegen den Ball arbeiten, wie sie den Gegner bei Ballverlust stören und den Ball zurückerobern, das macht sie besser als jede andere Bundesliga-Mannschaft."

Hoffenheim spiele einen Fußball, wie er ihn auch gerne mit seiner Mannschaft zeigen würde. Die Umstände dort seien einmalig, schwärmte Meyer auf der gestrigen Pressekonferenz. Ralf Rangnick habe das Riesenglück, unter solchen Bedingungen arbeiten zu können, zumal er mit Milliardär und Mäzen Dietmar Hopp "auf einer Wellenlänge" liege. Meyer wies darauf hin, dass die Borussia volle Unterstützung von den Zuschauer-Rängen brauche, der Funke müsse überspringen: "Bayern-Schwein-Rufe gegen Baumjohann bringen uns nicht weiter", fuhr der 66-Jährige fort.

Wie man die "Torfabrik der Liga" (44 Treffer) lahm legen kann, wollte Meyer nicht verraten. Genauso wenig, ob Marin und Baumjohann in der Startelf stehen. "Ich diskutiere doch hier nicht über Taktik", sagte der Trainer in die Runde der Journalisten.

Etwas gelassener ließ es sein Kollege aus Hoffenheim angehen: "Es wird ein heißes Spiel. Doch darin liegt unsere Chance. Wir müssen kompakt stehen und gezielte Nadelstiche setzen", sagte Rangnick. Allerdings hat der "Fußballprofessor" gegen Meyer noch nie ein Trainer-Duell in der Bundesliga gewinnen können.

Der Deutsche Fußball Bund hat gestern die Spieltage 23bis 26 terminiert. Borussia muss zunächst zweimal samstags ran: am 7. März gegen den HSV und am 14. März beim 1. FC Köln. Danach kommt der VfL Bochum freitags in den Borussia-Park (20.März, 20.30 Uhr). Am Sonntag, 5. April (17 Uhr) wird das Spiel beim KSC angepfiffen.

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