Borussia startet im DFB-Pokal in Frankfurt, und Juan Arango könnte der neue Star im Team werden.

Laufen ohne zu schnaufen: Gute Stimmung bei Bailly (l.) und Jaurès, der zehn Monate verletzt war. Co-Trainer Manni Stefes beobachtet das Skipping des Borussen-Duos.
Laufen ohne zu schnaufen: Gute Stimmung bei Bailly (l.) und Jaurès, der zehn Monate verletzt war. Co-Trainer Manni Stefes beobachtet das Skipping des Borussen-Duos.

Laufen ohne zu schnaufen: Gute Stimmung bei Bailly (l.) und Jaurès, der zehn Monate verletzt war. Co-Trainer Manni Stefes beobachtet das Skipping des Borussen-Duos.

DW

Laufen ohne zu schnaufen: Gute Stimmung bei Bailly (l.) und Jaurès, der zehn Monate verletzt war. Co-Trainer Manni Stefes beobachtet das Skipping des Borussen-Duos.

Mönchengladbach. Der Traum des FSV Frankfurt hat sich erfüllt. Der Zweitligist vom Bornheimer Hang, Tabellenfünfzehnter in der vergangenen Saison, trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Borussia Mönchengladbach. "Das ist ein sehr attraktiver, aber schwerer Gegner. Da begegnen sich zwei Traditionsvereine", sagte FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig nach der Auslosung. Gespielt wird am ersten August-Wochenende im wiedereröffneten Volksbank-Stadion.

Im Trainingslager der Gladbacher in Bad Blankenburg machten die Kommentare der Verantwortlichen deutlich, dass der Verein aus dem Frankfurter Osten alles andere als ein Appetithäppchen sein dürfte. "Das ist es wahrlich nicht. Auf dem Papier ist das wohl das schwerste Los, das man ziehen konnte", sagte Sportdirektor Max Eberl, "aber natürlich wollen wir weiterkommen."

Auch Cheftrainer Michael Frontzeck zollt den Blau-Schwarzen Respekt, die sich in der neuen Saison mit dem Ex-Borussen Alexander Voigt verstärkt haben. "Die Frankfurter haben zuletzt eine starke Rückrunde gespielt. Da besteht also nicht die Gefahr, dass man den Gegner unterschätzt." Am Montag endet das Trainingslager der Gladbacher in Thüringen mit zwei weiteren Einheiten am Vormittag und dem Spiel beim Verbandsligisten Wacker Gotha (18.30 Uhr). Wie schon in Eisenberg beabsichtigt Frontzeck in Gotha alle Spieler, die dabei sind, auch einzusetzen. Nach dem Spiel geht es heimwärts. Bis Donnerstag wird nach Bad Blankenburger Muster weiter trainiert, ehe sich die Spieler danach drei Tage erholen können.

Arango ist technisch versiert und hat einen starken linken Fuß

Die nächste Vorbereitungsphase beginnt dann ab 6. Juli. Am Montag in einer Woche dürfte dann auch der spektakulärste Neuzugang zum Borussen-Kader stoßen: Juan Arango von Real Mallorca. "Wir sind mit dem Spieler einig, aber es sind noch ein paar Details zu klären", sagte Pressesprecher Markus Aretz am Rande des Trainingslagers in Thüringen.

Der 29-jährige Venezolaner, seit 2004 auf der Baleareninsel, hat in der Primera Division in 183 Spielen alle Erwartungen erfüllt und als ständig rochierender Mittelfeldspieler mit starkem linken Fuß 43 Mal getroffen.

Borussia Mönchengladbach traf bisher siebenmal auf den FSV aus Frankfurt. Zum ersten Mal 1956 in der Oberliga Vergleichsrunde. Damals verlor der VfL zuhause 1:2, gewann jedoch auswärts 2:1. Zudem trafen beide Vereine viermal in Freundschaft aufeinander, zuletzt im Jahre 1998. Die Bilanz der Testspiele: zweimal unentschieden, zweimal gewonnen. Zudem gewann Borussia 1999 bei einem "Blitzturnier" in Frankfurt 2:1.

Marcel Ndjeng, zuletzt an den Hamburger SV ausgeliehen, folgt seinem Förderer Jos Luhukay. Der ehemalige Cheftrainer der Borussia hat sich für eine Verpflichtung des Offensivspielers stark gemacht. Der Wechsel zum Zweitligisten FC Augsburg ist perfekt.

Der Nationalspieler aus Venezuela dürfte etwa 3,6 bis 3,8 Millionen Euro kosten. Der Kapitän von Real gilt als dynamischer, technisch versierter Spieler, dessen "linker Hammer" in der der spanischen Eliteliga höchste Wertschätzung genießt. In der vergangenen Spielzeit gelangen dem Nationalspieler acht Treffer in 37 Begegnungen.

Noch gehen knapp sechs Wochen ins Land, bevor die Bundesliga wieder in die Gänge kommt (das Eröffnungsspiel steigt am Freitag, 7. August). Am Donnerstag sind alle Augen erst einmal nach Frankfurt gerichtet: In der Zentrale der Deutschen Fußball Liga wird ab 11 Uhr der neue Spielplan vorgestellt. Auch in der kommenden Saison beginnt das Rennen mit einem Eröffnungsspiel am Freitag (20.30 Uhr).

Demnächst wird auch am Samstagabend gespielt

Fünf Samstagsspiele (15.30 Uhr) sind weiter obligatorisch. Neu ist der Samstagabend mit einer Begegnung (18.30 Uhr), und ein Novum ist auch das künftige Sonntagsspiel um 15.30 Uhr, das im Lager der Amateurfußballer einiges Unbehagen verursacht hat. Inzwischen sind die Wogen geglättet. Finanzielle Ausgleichszahlungen haben die Gemüter beruhigt. Das zweite Spiel am Sonntag wird um 17.30 Uhr angepfiffen. Doch wie jedes Jahr bildet die erste Runde im DFB-Pokal den Auftakt in die 47. Bundesligasaison.

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