Die Aufstellung von Borussia Mönchengladbach dürfte sich am Samstag verändern.

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Igor de Camargo ist der beste Rückrundentorschütze. Archiv

Igor de Camargo ist der beste Rückrundentorschütze. Archiv

Tony Jantschke fiel lange mit einem Mittelfußbruch aus.

L. Matthias, Bild 1 von 2

Igor de Camargo ist der beste Rückrundentorschütze. Archiv

Mönchengladbach. Die sonnenbeschienenen Trainingsplätze am Borussia Park sind leer am Donnerstagvormittag. Borussias Trainer Lucien Favre hat den Trainingsplan umgestellt und die Einheit auf dem Platz kurzerhand in eine Regenerationseinheit im Physiobereich umgewandelt. Wortkarg zeigt sich ein Großteil der Spieler, die aus den Katakomben des Stadions kommen. Karneval könnte ein Grund sein, warum sie das Gelände schnell verlassen.

„Mir ist Karneval egal. Wir müssen uns richtig auf das Spiel vorbereiten und versuchen, das Heimspiel zu gewinnen“, sagt Mittelfeldspieler Marco Reus knapp. „Wir müssen das Wolfsburg-Spiel schnell abhaken, die Fehler abstellen und an das Schalke-Spiel anknüpfen“, meint Abwehrspieler Jens Wissing, der am Freitagabend bei der U23 auflaufen wird und deshalb am Samstag, 15.30 Uhr, beim Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim wohl keine Alternative für die Startelf ist.

Stürmer Igor de Camargo, der in der Rückrunde bereits dreimal getroffen hat, denkt noch lange nicht an die 2. Bundesliga. „Wir haben noch eine Chance. Dafür müssen wir 100 Prozent geben.“ De Camargo dürfte am Samstag neben Mohamadou Idrissou wieder von Anfang an auflaufen, Marco Reus dafür auf die rechte Mittelfeldseite wechseln. Zu weiteren personellen Veränderungen sagte Lucien Favre: „Natürlich ist es nach dem Schalke-Spiel schwer gewesen, die Aufstellung zu verändern. Das ist jetzt ein wenig anders.“

Lucien Favre ermahnt die Spieler, die Defensivarbeit nicht zu vergessen

Seine Ankündigung vor dem Wolfsburg-Spiel, die Mannschaft offensiv auszurichten, scheinen dabei einige Spieler falsch verstanden zu haben. Auf die Frage, ob er gegen Hoffenheim die taktische Ausrichtung verändern wird, sagte der Borussen-Trainer: „Wir dürfen kein Harakiri machen. Wenn du mit vier Stürmern spielst, bist du schlecht bei der Balleroberung.“

Soll heißen: Kein Spieler darf zu keinem Zeitpunkt die Defensivarbeit vergessen. Vom Pressing in der Hälfte des Gegners, wie es gegen Schalke phasenweise wunderbar funktioniert hat, war in Wolfsburg wenig zu sehen, erinnert Favre.

Neben de Camaro dürfte Tony Jantschke die größte Chance haben, ins Team zu rücken. „Tony ist ein vielfältig einsetzbarer Spieler, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innen- und Außenverteidigung spielen kann“, meint Favre, dem schon in der ersten Trainingswoche das Potential des deutschen U21-Auswahlspieler aufgefallen ist.

„Er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt der Schweizer. Ob Jantschke für, den zuletzt oft überfordert wirkenden Tobias Levels in die Anfangsformation rutschen könnte, ließ Favre offen.

Außerdem könnte Michael Fink eine Alternative für das defensive Mittelfeld sein. Fink, der in der Winterpause aus Istanbul an den Niederrhein gewechselt ist, stand bisher erst beim Spiel in St. Pauli von Beginn an auf dem Platz. Fink könnte die Position von Havard Nordtveit einnehmen, der am Mittwoch das Training wegen eines Infekts abbrechen musste.

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