Mönchengladbachs neuer Trainer ist nach dem desolaten Auftritt beim Telekom-Cup in Düsseldorf bedient.

Die Fortunen jubeln, Mo Dahoud, Christoph Kramer und Timothée Kolodziejczak (v.l.) trotten ratlos über den Platz. Dieter Hecking (r.) rief sein Team vergeblich zur Ordnung.
Die Fortunen jubeln, Mo Dahoud, Christoph Kramer und Timothée Kolodziejczak (v.l.) trotten ratlos über den Platz. Dieter Hecking (r.) rief sein Team vergeblich zur Ordnung.

Die Fortunen jubeln, Mo Dahoud, Christoph Kramer und Timothée Kolodziejczak (v.l.) trotten ratlos über den Platz. Dieter Hecking (r.) rief sein Team vergeblich zur Ordnung.

Die Fortunen jubeln, Mo Dahoud, Christoph Kramer und Timothée Kolodziejczak (v.l.) trotten ratlos über den Platz. Dieter Hecking (r.) rief sein Team vergeblich zur Ordnung.

dpa (2), Wolff, Bild 1 von 2

Die Fortunen jubeln, Mo Dahoud, Christoph Kramer und Timothée Kolodziejczak (v.l.) trotten ratlos über den Platz. Dieter Hecking (r.) rief sein Team vergeblich zur Ordnung.

Düsseldorf. Mit eisigem Blick eilte Max Eberl durch die Katakomben der Düsseldorfer Arena. Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach hatte einen dicken Hals nach der schmachvollen 0:2-Niederlage seiner Mannschaft gegen Zweitligist und Gastgeber Fortuna Düsseldorf im Spiel um Platz drei beim Telekom-Cup am Samstag. „Gegen Mainz sah es ja noch ganz ordentlich aus, gegen Düsseldorf war es dann aber unter aller Sau.“

Ähnlich bedient war auch Dieter Hecking, der Grund genug hatte, seinen Spielern noch in der Kabine einen derben Einlauf zu verpassen. „Wenn die Mannschaft mir heute ihr zweites Gesicht zeigen wollte, dann hat sie es gut gemacht“, sagte Gladbachs neuer Trainer nach den schwachen Auftritten sarkastisch.

„Das war zum Teil naiver Fußball, damit spielt man sich um Kopf und Kragen.“

Dieter Hecking, Gladbachs Trainer

Gegen Mainz sorgte auch noch ein Eigentor von Jannik Vestergaard dafür, dass die Gladbacher bereits nach sieben Minuten ihr System verändern und offensiver agieren mussten. Doch von druckvollem Spiel und Willensstärke war bei dem Hecking-Team nichts zu spüren. Lars Stindls Fernschuss war die einzige Gelegenheit in diesem Turnier-Halbfinale, das wie alle andere Spiele nur 45 Minuten dauerte.

Im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf lief noch weniger zusammen, obwohl nicht gerade die B-Auswahl auf dem Platz stand. Und erneut sah auch Vestergaard bei den frühen Gegentoren durch Kaan Ayhan (3.) und Emmanuel Iyoha (7.) nicht gut aus. „Das war nicht der Auftritt, den wir uns vorgestellt haben. Das war zum Teil naiver Fußball, damit spielt man sich um Kopf und Kragen“, sagte Hecking und kündigte Konsequenzen an.

Die bisher ansprechenden Leistungen der Vorbereitung hat die Mannschaft mit einem Mal vergessen lassen. Und schon ist die Unruhe wieder groß eine Woche vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel beim SV Darmstadt 98. Denn eine Niederlage dürfen sich die Borussen nicht leisten, wollen sie nicht noch tiefer in die Abstiegszone abrutschen.

Die personelle Lage hat sich durch den Ausfall von Tobias Strobl (Sehnenriss im Beckenbereich) und die erneute Verletzung von Mamadou Doucouré (Oberschenkel) verschärft. Zudem zeigte Neuzugang Timothée Kolodziejczak Anpassungsschwierigkeiten. Torhüter Yann Sommer meinte, nach einem harten Trainingslager seien die Beine „noch nicht frisch gewesen“. Dies ließ Hecking allerdings nicht als Ausrede gelten. „Andere Mannschaften haben im Trainingslager auch gut gearbeitet“, sagte er.

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