Beim 0:5 gegen Bayer wackelt das Konzept von Borussia-Trainer Hans Meyer.

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Hans Meyers Anfeuerungen haben am Samstag nichts gebracht.

Hans Meyers Anfeuerungen haben am Samstag nichts gebracht.

dpa

Hans Meyers Anfeuerungen haben am Samstag nichts gebracht.

Düsseldorf. Zu großer Form läuft Hans Meyer erst auf, als die 90 Minuten vorbei sind. 0:5 (0:2) hat Borussia Mönchengladbach gegen Bayer Leverkusen verloren, das Zittern um den Klassenerhalt geht weiter.

Aber als Meyer nach Bernd Schneider gefragt wird, verklärt sich sein Blick. "Den Bernd habe ich in Jena herausgebracht, er ist einer der wenigen deutschen Kreativspieler des letzten Jahrzehnts. Er hat sich das Comeback verdient, es gibt eben auch schöne Momente im Fußball."

Bei seiner Borussia waren die schönen Momente an diesem Nachmittag eher selten. Nur in der Anfangsphase hielt seine Mannschaft noch einigermaßen mit.

Dante besiegelt das Debakel in Düsseldorf mit einem Eigentor

Aber das war es dann auch. Stefan Kießling markierte in der 31. Minute das 1:0, und als Patrick Helmes kurz vor der Halbzeit den zweiten Treffer für Bayer erzielte, war Mönchengladbach faktisch geschlagen. Meyer: "Im zweiten Durchgang hat Bayer dann gespielt wie in der Hinrunde, als man sie noch für eine der besten Mannschaften in Deutschland gehalten hat."

Dass ausgerechnet Dante, der in Cottbus noch zum 1:0 getroffen hatte, mit einem unhaltbaren Selbstor in der 86. Minute zum 0:5 das Borussen-Debakel besiegelte, passte ins Bild. Zwischenzeitig hatten Gonzalo Castro (68.) und Michal Kadlec (79.) getroffen. Marko Marin, der in der 46. Minute für den enttäuschenden Alexander Baumjohann kam und in der Offensive für mehr Druck sorgte, sagte enttäuscht: "Ich habe absolut keine Erklärung für diese Vorstellung."

Leverkusen
überragend:
-
gut: Gonzalo Castro, Kießling, Helmes
zufriedenstellend: Adler, Haggui, Sinkiewicz, Kadlec, Barnetta, Kroos, Schneider, Renato Augusto
enttäuschend: Friedrich

Mönchengladbach
überragend:
-
gut: Marin
zufriedenstellend: Daems, Brouwers, Levels, Bradley, Colautti, Matmour, Dante
enttäuschend: Bailly, Galasek, Baumjohann, Paauwe

Um 16.58 Uhr endete die Leidenszeit von Nationalspieler Bernd Schneider. Nach 398 Tagen. "Das war Gänsehaut pur. So aufgeregt war ich noch nie", sagte der 35-Jährige mit Tränen in den Augen. Für Bruno Labbadia gab es eine Job-Garantie. Rudi Völler: "Er bleibt unser Trainer."

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