Borussias Abwehrchef macht im Trainingslager große Fortschritte.

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Abwehrspieler Dante im Hotel la Cala Resort in Andalusien.

Abwehrspieler Dante im Hotel la Cala Resort in Andalusien.

Wiechmann

Abwehrspieler Dante im Hotel la Cala Resort in Andalusien.

La Cala de Mijas. Er heißt eigentlich Dante Bonfim Costa Santos, genannt wird er aber einfach nur Dante. Und für die zurzeit so arg gebeutelten Anhänger von Fußball-Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach ist Abwehrchef Dante nicht irgendein Fußball-Profi. Der Brasilianer (Marktwert: sieben Millionen Euro) mit dem Lockenkopf ist dank starker Leistungen unangefochtener Publikumsliebling.

Die Hoffnung, dass nach einer desaströsen Hinrunde mit die Mission Klassenerhalt noch gelingen kann, verknüpfen viele mit der Rückkehr des 27-Jährigen. Immer wieder hatte Dante in der Hinrunde verletzt gefehlt, musste von der Tribüne hilflos mit ansehen, wie die Borussia immer tiefer in den Abstiegsschlamassel gerutscht ist.

Nun schuftet Dante unter der Sonne Andalusiens für sein Comeback bei Borussia, absolviert nach seinem Innenbandanriss im Knie mit Physiotherapeut Andi Bluhm Sonderschicht auf Sonderschicht. „Ich fühle mich gut, mache Fortschritte, aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, sagt Dante.

Bereits vor dem Trainingslager hatte Dante sich nicht geschont, war mit Athletik-Trainer Chris Weigl in seine brasilianische Heimat gereist, um dort intensiv an der Fitness zu arbeiten. „Ich habe wirklich viel getan, nur am 25. Dezember eine Pause eingelegt.“ Dass er die jüngsten Verletzungen nicht einfach abschütteln kann, daraus macht der Innenverteidiger keinen Hehl. „Natürlich ist das im Kopf, aber ich habe keine Angst davor, dass gleich wieder etwas passiert. Wenn ich die hätte, würde ich mich bestimmt erneut verletzten.“

Bis er wieder voll angreifen und Borussia im Existenzkampf helfen kann, ist aber noch etwas Geduld gefragt. Ein Einsatz am 15. Januar zum Rückrundenauftakt in Nürnberg ist eher unwahrscheinlich. „Wir müssen da von Tag zu Tag und von Woche zu Wochen schauen, wie es vorangeht. Ich weiß um unsere Situation, und ich weiß auch, dass die Mannschaft alle Spieler braucht. Aber es besteht kein Druck.“

Dass mit Martin Stranzl der Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung größer geworden ist, bereitet Dante keine großen Sorgenfalten. „Wenn neue Spieler mit einer guten Mentalität kommen und den Konkurrenzkampf anheizen, dann ist das sehr gut für die Mannschaft.

Es geht nicht darum, wer spielt, sondern dass wir Erfolg haben.“ Wichtig sei auch, dass man sich bei Borussia nicht nur darauf konzentriere, die bislang so löchrige Abwehr zu stopfen. „Wir dürfen nicht nur defensiv denken. Wir müssen schließlich viele Spiele gewinnen.“

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