Jantschke leitet Borussias zweiten Saisonsieg 2010 ein.

Tony Jantschke (l.) schirmt den Ball geschickt gegen Bunjaku ab.
Tony Jantschke (l.) schirmt den Ball geschickt gegen Bunjaku ab.

Tony Jantschke (l.) schirmt den Ball geschickt gegen Bunjaku ab.

Tony Jantschke (l.) schirmt den Ball geschickt gegen Bunjaku ab.

Mönchengladbach. Nein, einen einzelnen Spieler wollte Michael Frontzeck am Freitag- abend nicht herausheben. "Das war eine geschlossen gute Mannschaftsleistung, bei der sich auch die beiden neu hinzugekommenen Akteure nahtlos eingefügt haben", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach nach dem 2:1 über den 1. FC Nürnberg. Die beiden neuen - das waren Tony Jantschke, der den gesperrten Tobias Levels vertrat, und Marcel Meeuwis, welcher für den verletzten Thorben Marx ins Team gerückt war.

Beide machten ihre Sache ordentlich, wobei insbesondere der 19-jährige Jantschke bewies, dass er vor einer Erfolg versprechenden Zukunft steht. "Ich denke, dass ich mit meiner Leistung zufrieden sein kann, wobei mir die Mannschaft aber auch super geholfen hat", sagte der Youngster aus dem brandenburgischen Hoyerswerda und ergänzte: "Besonders Roel Brouwers hat mir während des Spiels immer wieder wertvolle Tipps gegeben."

Waren die Augen der 34.297 Zuschauer zu Beginn noch auf die zwei Ergänzungsspieler gerichtet, so sorgte später ein anderes Duo innerhalb von nur 22 Sekunden für Aufsehen. Exakt diese Zeit verstrich zwischen der Einwechslung von Karim Matmour sowie Rob Friend und dem Siegtreffer, den Friend auf Vorarbeit von Matmour erzielte (74.). "Das war sicher nicht mein schönstes, ganz bestimmt aber mein schnellstes Tor und ein ganz wichtiges noch dazu", sagte der Kanadier.

Die Meinung der Nürnberger, dass der Treffer nach einer Behinderung von Matmour gegen Torhüter Raphael Schäfer irregulär war, kann dabei durchaus geteilt, aber auch als ausgleichende Gerechtigkeit betrachtet werden. Denn im Hinspiel vor fünf Monaten wurde just Karim Matmour nach einem Foul von Dennis Diekmeier ein klarer Strafstoß verweigert.

Damals verlor die Borussia mit 0:1. Diesmal gewann sie und das absolut verdient. Auch weil die Stürmer treffen und Trainer Frontzeck damit vor der Partie in Hoffenheim ein Luxusproblem bescheren. Aus dem Quartett Roberto Colautti, dem das 1:0 gelang, dem fleißigen Raul Bobadilla sowie Matmour und Friend können nur zwei von Beginn an spielen. "Nach meiner Verletzung musste ich etwas Geduld haben, aber auf der Ersatzbank sitzt natürlich niemand gerne", sagt Friend.

Von Oliver Neuville redet kaum noch einer, und für die kommende Saison könnte auch Colautti ein Streichkandidat sein. Der Vertrag des Argentiniers mit israelischem Pass läuft aus, sein Nachfolger wird vielleicht ein Hamburger mit österreichischem Ausweis. Borussias Sportdirektor Max Eberl weilte zuletzt beim Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen Union Berlin, und es ist ein offenes Geheimnis, wem sein Interesse galt: Martin Harnik, der in 17 Spielen schon zehn Tore erzielte.

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