Schon als kleiner Stöpsel hatte Fabian Bäcker nur ein Ziel: „Ich will Fußballprofi werden.“

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Einer der wenigen Lichtblicke im Team der Borussia war Fabian Bäcker (r.), Schütze des 1:2-Anschlusstreffers gegen den VfL Bochum.

Einer der wenigen Lichtblicke im Team der Borussia war Fabian Bäcker (r.), Schütze des 1:2-Anschlusstreffers gegen den VfL Bochum.

J. Kruck

Einer der wenigen Lichtblicke im Team der Borussia war Fabian Bäcker (r.), Schütze des 1:2-Anschlusstreffers gegen den VfL Bochum.

Mönchengladbach/Willingen. Trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Bochum gab es bei Borussia Mönchengladbach zumindest einen Gewinner: Fabian Bäcker (19). Der sympathische Bursche aus dem Sauerland erzielte in seinem ersten Bundesligaspiel gleich sein erstes Tor. "Er ist ein talentierter, charakterlich einwandfreier Junge", sagt Cheftrainer Michael Frontzeck, "der, wenn er weiter fleißig an sich arbeitet, seinen Weg machen wird."

Bäcker, U 19-Nationalspieler und hoffnungsvoller Nachwuchsspieler der Borussia, wusste schon von klein auf, was er wollte. Er kam bereits im zarten Alter von 14 Jahren aus dem 600-Seelen-Ort Eimelrod (Ortsteil von Willingen/Sauerland) ins Borussia-Internat nach Mönchengladbach. Mutter Helga erzählt: "Als er als kleiner Stöpsel in der Schule von einem Lehrer gefragt wurde, welchen Beruf er mal ausüben wolle, antwortete Fabian wie aus der Pistole geschossen: "Fußballprofi". Die Mama weiter: "Meistens wurde er dann ausgelacht, aber er ließ sich nicht beirren, arbeitete immer mit viel Ehrgeiz im Training, drehte noch ein paar Extrarunden, wenn die anderen schon in der Kabine waren." Fabians ehemaliger Jugend- und DFB-Stützpunkttrainer Bernd Keindl sagt über ihn: "Schon in der E-Jugend des SCWillingen hat Fabian viele Kisten gemacht, jetzt drückt ihm natürlich das ganze Dorf und die umliegende Region hier im Sauerland die Daumen, dass er den großen Durchbruch in der Bundesliga schafft."

Dies müsste dem talentierten Stürmer, der im vergangenen Jahr in Gladbach sein Fachabitur baute, eigentlich gelingen, denn er bekommt auch Unterstützung von "ganz oben". Fabians Vater Karl Heinz ist der evangelische Pfarrer von Eimelrod und sorgt so sicherlich auch für den "göttlichen Beistand" seines Sohnemanns. Gegen Bochum waren Fabians Eltern und die drei Brüder aus dem verschneiten Sauerland angereist, um gemeinsam mit Freundin Sarah ihrem "Fabi" vor Ort die Daumen zu drücken. Zum Sieg der Borussia reichte es zwar nicht, doch Fabian, der schon bei den Testspielen gegen Dortmund (2) und beim Wintercup in Düsseldorf die "Kiste" traf, bewies mit seinem spektakulären Tor gegen Bochum, dass Michael Frontzeck auch in der Bundesliga auf ihn setzen kann.

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