Die Fohlen erwartet in Stuttgart am Samstag viel Gegenwehr. Stranzl ist zurück.

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Max Kruse will mit der Borussia ins internationale Geschäft.

Max Kruse will mit der Borussia ins internationale Geschäft.

dpa

Max Kruse will mit der Borussia ins internationale Geschäft.

Mönchengladbach. Drei Spiele in sechs Tagen – auf Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach wartet gleich zum Rückrundenauftakt ein knackiges Programm. „Das ist extrem. Aber wir freuen uns, dass es nach vier Wochen Vorbereitung wieder los geht. Wir sind bereit“, sagt Fohlen-Trainer Lucien Favre. Dessen Mannschaft hat am Samstag (15.30 Uhr) zunächst die Aufgabe Stuttgart zu lösen, bevor es gegen Freiburg und Schalke weitergeht. Beim VfB, im Ländle, wird sich zeigen, ob das harte Vorbereitungsprogramm die Borussen wirklich fit für die Rückserie gemacht hat.

Kruse über Dortmund: „Das ist kein Thema für mich“

Die Stuttgarter stecken im Abstiegssumpf, haben daher in Huub Stevens einen neuen Trainer als Feuerwehrmann installiert. „Da wartet gleich ein heißer Tanz aufs uns“, so Borussen-Stürmer Max Kruse. „Das wird ganz schwierig. Stuttgart hat sehr viel investiert, um die Fehler, die sie noch in der Hinrunde gemacht haben, abzustellen. Sie werden gegen uns um jeden Zentimeter auf dem Platz kämpfen. Da müssen wir gegenhalten und unsere spielerische Qualität zum richtigen Zeitpunkt einsetzen.“

Was die jüngsten Gerüchte um einen Wechsel zu Dortmund anbelangt, sagt Kruse: „Ich habe mit keinem gesprochen, auch definitiv nicht mit Dortmund. Da gibt es keinen Kontakt. Das ist kein Thema für mich.“

Volle Konzentration auf Borussia - das ist das, was die VfL-Bosse nun von ihren Stars erwarten dürfen. Schließlich steht für die Fohlen-Elf in den kommenden Monaten einiges auf dem Spiel. Als Tabellenvierter ist die Qualifikation für das internationale Geschäft erneut möglich. In der laufenden DFB-Pokalrunde und der Europa League kann darüber hinaus ebenfalls einiges erreicht werden. Da trifft es sich gut, dass in Martin Stranzl eine wichtige Stütze wieder zur Verfügung steht. Der Abwehrchef ist der zweikampfstärkste Profi der Hinrunde gewesen – bis ihn eine Muskelverletzung im Oberschenkel für die letzten acht Pflichtspiele der Hinrunde außer Gefecht setzte. Mit Stranzl dürfte zusätzliche Stabilität in Borussias Defensive zurückkehren. Der 34-Jährige betont im Gespräch mit der WZ, dass sich niemand im Borussia-Park von den vielen Komplimenten für die gute Hinrunde einlullen lassen solle.

„Nach zwei nicht so guten Spielen kannst du schon Achter sein.“

Martin Stranzl

„Es geht jetzt gleich zu Beginn Schlag auf Schlag. Es wird sich zeigen, ob der eine oder andere in der Mannschaft wirklich den nächsten Entwicklungsschritt gemacht hat“, so der Österreicher. Und weiter: „Ich höre immer wieder, dass es nie so leicht war, in die Champions League zu kommen. Die Wahrheit ist eine ganz andere: Es war selten so schwierig! Es sind so viele Mannschaften dicht beieinander – da kann es ganz schnell gehen, dass du nach zwei nicht so guten Spielen Achter bist. Das sollte jedem von uns bewusst sein, darauf müssen wir uns einstellen.“

Die Sinne schärfen, auf Anhieb in den Vollgasmodus schalten – Gladbach will nicht noch einmal so einen versauten Rückrundenauftakt (sieben Spiele in Folge sieglos) wie in 2014 erleben. Fehlen wird am Samstag in Stuttgart André Hahn (Entzündung der Achillessehne). Ebenso Ibrahima Traore, mit Guinea weiter beim Afrika-Cup im Einsatz ist. Rund 47 000 Zuschauer werden in der VfB-Arena erwartet, darunter mindestens 5000 Gladbach-Fans.

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