Borussia trennt sich von Frontzeck

Mönchengladbach. Monatelang schwor ihm die Vereinsspitze Treue, ließ ihn nun aber in fast auswegloser Situation fallen. Borussia Mönchengladbach hat sich von Cheftrainer Michael Frontzeck getrennt.

Zwei Niederlagen nacheinander in den wohl vorentscheidenden Keller-Duellen mit dem VfB Stuttgart (2:3) und beim FC St. Pauli (1:3) wurden Frontzeck zum Verhängnis. Binnen einer Woche entpuppten sich alle Hoffnungen auf eine Trendwende als Wunschdenken.

Schließlich verbuchte das Schlusslicht in den vergangenen 22 Spielen unter der Regie mit Frontzeck nur 16 Punkte. Der Fußball-Lehrer äußerte in der „Bild“ sogar Verständnis für die Entscheidung seines Stammvereins: „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Aber ich kann auch verstehen, dass der Verein die letzte Option ziehen will.“

Angesichts des großen Abstandes zum rettenden 15. Tabellenrang, vom dem die Borussia bereits sieben Zähler entfernt ist, kommt auf den neuen Coach eine echte Herkulesaufgabe zu. Wer die Nachfolge von Frontzeck antreten soll, ließ die Clubführung noch offen, steht aber enorm unter Zeitdruck.

Frontzeck ist der insgesamt sechste Bundesliga-Trainer, der seinen Stuhl in der laufenden Saison vorzeitig räumen muss. Der 46 Jahre alte Coach hatte am 1. Juli 2009 das Traineramt in seiner Geburtsstadt übernommen und noch einen Vertrag bis Juni 2013.

Nach einem Gespräch am Sonntagvormittag in der Geschäftsstelle des Vereins mit Sportdirektor Max Eberl war er noch zuversichtlich gewesen. „Ich gehe davon aus, dass ich weiterhin Trainer bleibe. Im Winter wurde die Entscheidung getroffen, natürlich mache ich weiter“, hatte Frontzeck erklärt.

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