Fusball: Der VfL Borussia rutscht nach dem mageren 1:1 gegen Arminia auf Rang 17 ab.

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Nur selten konnte sich Alexander Baumjohann so energisch gegen Bielefeld durchsetzen. Obendrein kassierte er die fünfte gelbe Karte. (dpa)

Nur selten konnte sich Alexander Baumjohann so energisch gegen Bielefeld durchsetzen. Obendrein kassierte er die fünfte gelbe Karte. (dpa)

Nur selten konnte sich Alexander Baumjohann so energisch gegen Bielefeld durchsetzen. Obendrein kassierte er die fünfte gelbe Karte. (dpa)

Mönchengladbach. Borussias Cheftrainer redet nicht gerne um den heißen Brei herum. Hans Meyer mag Pointen und deutliche Worte. Auch nach dem enttäuschenden 1:1 (1:1) gestern im Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld brachte Meyer die kollektive Leere in den Köpfen der Borussen auf den Punkt.

"Das 1:1 ist eine Niederlage für uns. Da gibt es kein Vertun. Dieses Spiel hätten wir unbedingt gewinnen müssen," sagte Meyer, der mit seiner Mannschaft auf den direkten Abstiegsplatz 17 abgerutscht ist. Keine Frage - nach dem 29. Spieltag steht die einst ruhmreiche Borussia bereits mit einem Bein in Liga zwei.

Nur das eine oder andere kleine oder große Wunder, wie beispielsweise ein Sieg am Samstag beim FC Bayern München, könnte ernsthaft helfen. Doch ob die Borussia in der derzeitigen Verfassung dazu in der Lage ist? "Ich habe das Gefühl, das einige meiner Spieler nicht mit dem Druck im Abstiegskampf klar kommen", sagte Meyer weiter.

Die 50 108 Zuschauer im Borussia-Park hatten Sonntagabend mehr Abstiegskrampf denn Abstiegskampf seitens der Elf vom Niederrhein zu sehen bekommen. Dabei war der VfL nach feiner Vorarbeit von Baumjohann und einem tollen Schuss von Matmour, der den Part des verletzten Rob Friend eingenommen hatte, bereits nach zwölf Minuten in Führung gegangen.

Der Ausgleich des Gastes durch Tesche war die logische Folge

Doch die schien eher zu lähmen als zu beflügeln. Denn plötzlich kamen die Gäste aus Ostwestfalen immer besser ins Spiel: Der Ausgleich zum 1:1 durch Tesche (32.) war die logische Folge. Danach rannten die Borussen zwar immer wieder gen Bielefelder Tor, doch es fehlten nicht nur spielerische Mittel und die Struktur, sondern auch der spürbare Wille, das Spiel um jeden Preis noch zu drehen. Viel Krampf eben.

"Das war schon sehr enttäuschend, was wir abgeliefert haben. Jede Woche wird es schwerer, und wir gewinnen einfach nicht", lautete Marko Marins Fazit, "jetzt haben wir nur noch fünf Spiele. Es wird langsam eng für uns."

Auch Borussias Sportdirektor Max Eberl musste die gefühlte Niederlage gegen die Arminen erst einmal sacken lassen, um dann festzustellen: "Das ist ein sehr ernüchternder Spieltag für uns gewesen. Wir wollten das Schicksal weiter selbst in den Händen halten, doch das ist uns nicht gelungen." Karim Matmour, einziger Lichtblick im limierten Angriffsspiel der Borussen, will dennoch im Existenzkampf noch nicht den Kopf in den Sand stecken: "Egal, gegen wen wir die kommenden Spiele bestreiten müssen, wir müssen jetzt irgendwie gewinnen."

Doch so richtig überzeugend klang das Sonntagabend irgendwie auch nicht.

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