Für einige der ehemaligen Gladbacher Spieler muss dafür aber eine Siegesserie her.

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Horst Köppel hält im Fußball alles für möglich – auch den Klassenerhalt.

Horst Köppel hält im Fußball alles für möglich – auch den Klassenerhalt.

Horst Köppel hält im Fußball alles für möglich – auch den Klassenerhalt.

Mönchengladbach. Der Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach geht mit nur 10 Punkten und der „Roten Laterne“ in die kurze Winterpause – die Fans, aber auch viele Alt-Stars sind in großer Sorge um „ihren“ Klub. Doch die Hoffnung auf den Klassenerhalt haben Borussia-Idole wie Christian Kulik, Herbert „Hacki“ Wimmer, Wilfried „Winni“ Hannes, Horst Köppel oder Herbert Laumen noch nicht aufgegeben. „Die Lage ist ernst. Du brauchst ja nur mal auf die Tabelle gucken, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Fußball ist schließlich alles möglich“, sagt Borussias ehemaliger Spieler und Coach Horst Köppel (61), der ja bekanntlich in der Saison 2005/2006 mit der Mannschaft den 10. Platz erreichte und somit die beste Platzierung in den letzten 15 Jahren als Chefcoach schaffte. Köppel: „Ich werde jedenfalls weiter kräftig die Daumen drücken.“

Christian Kulik (58), den viele Fachleute als einen der besten Techniker der Bundesliga bezeichneten, meint: „Zuletzt ging es ja ein bisschen drunter und drüber bei unserem Club, aber ich hoffe, dass sich die Lage nach der Winterpause bessert. Es wird ohne Frage eine ganz schwierige Saison, aber mit einer Serie von drei Siegen in Folge wären die Jungs wieder an der Rolle. Dies ist möglich mit Leistungen wie in Köln, Leverkusen oder gegen Bayern“, so der Mann, der 1975, 1976 und 1977 dreimal Meister mit der Fohlenelf wurde.

Herbert Wimmer findet die Kritik von Netzer und Vogts „nicht fair“

Herbert „Hacki“ Wimmer (65), einer der besten und fleißigsten Borussen aller Zeiten, der fünf Meistertitel mit den Fohlen holte, glaubt, dass der Relegationsplatz durchaus noch zu packen ist. „Mit zwei, drei neuen Leuten und den derzeit verletzten Rückkehrern ist der 16. Platz immer drin, es müssen aber die Chancen zukünftig besser verwertet und die haarsträubenden individuellen Fehler abgestellt werden.“ Traurig ist der Ex-Nationalspieler über die negativen Kommentare seiner alten Kameraden Günter Netzer und Berti Vogts. „Günter und Berti waren doch noch nie im Stadion. Da ist es nicht fair, alles schlecht zu machen.“

Dies findet auch Herbert Laumen (66), der Gladbacher Ex-Torjäger, der in 267 Bundesligaspielen sensationelle 121 Tore erzielte. Er sagt, worauf es für ihn ankommt: „Der Rückrundenstart mit den Spielen gegen Nürnberg, Leverkusen, Frankfurt, Stuttgart und St.Pauli ist eminent wichtig. Wenn du da zwölf oder 13 Punkte holst, wird die Klasse auch gehalten, da bin ich mir sicher.“

Wilfried „Winni“ Hannes (53) meinte: „Das wird eine ganz schwere Sache, zumal mit Schalke, Bremen und Stuttgart eigentlich Spitzenteams unten stehen und auch Clubs wie Nürnberg und Kaiserslautern zuletzt gut gepunktet haben. Aus dieser Sicht wäre der Klassenerhalt schon ein kleines Wunder, doch die gibt es ja immer wieder. Ich hoffe und wünsche mir, auch für unsere Borussia.“

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