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Gladbachs Spieler bejubeln den 1:0- Führungstreffer, ein Eigentor des Frankfurters Russ.

Gladbachs Spieler bejubeln den 1:0- Führungstreffer, ein Eigentor des Frankfurters Russ.

dpa

Gladbachs Spieler bejubeln den 1:0- Führungstreffer, ein Eigentor des Frankfurters Russ.

Frankfurt. Die Gladbacher Borussia wird in der Fußball-Bundesliga auswärts immer stärker. Dem grandiosen 3:2-Erfolg Ende Oktober beim Hamburger SV fügte die Elf vom Niederrhein am Samstag den nächsten "Dreier" in der Fremde hinzu.

Bei Eintracht Frankfurt gelang ihr ein in allen Belangen verdienter 2:1 (0:0)-Sieg. VfL-Sportdirektor Max Eberl war offenbar auf den Triumph am Main vorbereitet: "Das war seit 1996 das erste Mal, dass der Borussia in der Bundesliga auswärts zwei Siege in Folge geglückt sind."

Darüber hinaus sind die Gladbacher seit nunmehr vier Begegnungen ungeschlagen, verbuchten in dieser Phase acht Punkte und kletterten auf Rang zwölf in der Tabelle. Alle Tore in der mit 50.000 Zuschauern nahezu ausverkauften Frankfurter WM-Arena fielen nach der Pause.

Es begann mit einem kuriosen Eigentor des Frankfurter Schlussmannes Oka Nikolov (54.), der nach einer messerscharfen Hereingabe von VfL-Kapitän Tobias Levels von seinem Verteidiger Marco Russ angeschossen wurde, ehe der Ball über die Linie trudelte.

Zuvor hatte Borussias WM-Teilnehmer Karin Matmour, der noch am vergangenen Mittwoch im Sudan das Ticket für Südafrika gelöst hatte, mit einer tollen Einzelleistung Levels in Szene gesetzt. Nur elf Minuten später erhöhte VfL-Innenverteidiger Roel Brouwers nach gerade überstandenem Nasenbeinbruch mit einem wuchtigen Kopfball auf 2:0 (65.).


Frankfurt: Nikolov - Ochs, Russ, Franz (73. Teber), Spycher - Chris, Schwegler - Steinhöfer (64. Köhler), Caio, Korkmaz (87. Heller) - Meier.

Borussia: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Marx, Bradley, Reus (90. Kleine), Arango (83. Meeuwis) - Matmour, Friend

Schiedsrichter: Peter Sippel

Zuschauer: 50.000

Tore: 0:1 Nikolov (54. /Eigentor), 0:2 Brouwers (66.), 1:2 Schwegler (86./Handelfmeter)

Gelbe Karten: Ochs, Meier, Russ / Marx


Michael Skibbe (Trainer Eintracht Frankfurt):

Erst einmal Glückwunsch an Mönchengladbach. Ich habe meine Mannschaft klar im Vorteil gesehen, wir haben uns die besseren Chancen erarbeitet und sind für unsere tolle kämpferische Leistung nicht belohnt worden. Wenn man bedenkt, dass wir auf unsere besten Stürmer verzichten mussten, haben wir ein gutes Spiel gemacht, auf das sich aufbauen lässt.

Michael Frontzeck (Trainer Borussia Mönchengladbach):

Wir freuen uns sehr, dass wir auswärts nach dem Erfolg in Hamburg hier in Frankfurt nachlegen konnten. Unterm Strich war der Sieg auch verdient, wie ich finde. Besonders die erste Hälfte hat mir gut gefallen, da sind wir sehr selbstbewusst aufgetreten, bis auch die letzten 10 Minuten. In Durchgang zwei waren wir dann auch effizient.


Bailly: Der belgische Schlussmann erwies sich erneut als sicherer Rückhalt, Note: 3+

Levels: Gallig, bissig, rannte viel, trieb seine Kollegen stets an, Note: 3

Brouwers: Spielte trotz Nasen-OP ohne Maske, markierte per Kopf das 2:0, Note: 2

Dante: Hielt wieder einmal in der Abwehr den Laden zusammen, bester Borusse, Note: 1

Jaures: Stabil, kochte den flinken Ochs auf der linken Seite ab, Note: 3

Marx: Die Formkurve steigt wieder nach oben, machte mit Bradley das Mittelfeld dicht, Note: 3-

Bradley: Räumte vor der Abwehr viele Bälle ab, geschickt im Zweikampf, Note: 3

Reus: Nicht ganz so stark wie in den Wochen zuvor, sorgte jedoch stets für Torgefahr, Note: 3-

Arango: Mit Höhen und Tiefen, setzte nicht die erhofften Impulse in der Offensive, Note: 4

Matmour: Fing eifrig an, hatte dann einen Durchhänger, leitete jedoch toll die Führung ein, Note: 3-

Friend: Gab kaum einen Ball verloren, immer anspielbar, verursachte aber den Elfmeter zum 1:2, Note: 3-

Ein Tor, das die mehr als 8.000 mitgereisten "Fohlen"-Fans enthusiastisch feierten. Bei den lange Zeit behäbigen und ideenlosen Hausherren keimte doch noch einmal Hoffnung auf, als Pirmin Schwegler (87.) einen von Rob Friend verursachten Handelfmeter sicher verwandelte.

Doch Borussias gut gestaffelte Abwehr um den erneut überragenden Dante hielt dem letzten Frankfurter Anrennen stand. "Ich denke, unterm Strich war dieser Sieg nicht unverdient.

Jetzt freuen wir uns erst einmal, heben aber auch nicht ab, denn am Samstag empfangen wir mit Schalke 04 einen richtig dicken Brocken", sagte VfL-Cheftrainer Michael Frontzeck nach dem Spiel.

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