Für den VfL beginnt jetzt die warme Phase der Vorbereitung – auf Gran Canaria.

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Der Brasilianer Dante (r.) bereichert die Abwehr der Borussia mit seinen fußballerischen Qualitäten. Sein Können ließ er beim ersten Testspiel der Vorbereitung gegen Paderborn – auch wenn dieses am Freitag mit 1:2 verloren wurde – bereits mehrfach aufblitzen.

Der Brasilianer Dante (r.) bereichert die Abwehr der Borussia mit seinen fußballerischen Qualitäten. Sein Können ließ er beim ersten Testspiel der Vorbereitung gegen Paderborn – auch wenn dieses am Freitag mit 1:2 verloren wurde – bereits mehrfach aufblitzen.

Dieter Wiechmann

Der Brasilianer Dante (r.) bereichert die Abwehr der Borussia mit seinen fußballerischen Qualitäten. Sein Können ließ er beim ersten Testspiel der Vorbereitung gegen Paderborn – auch wenn dieses am Freitag mit 1:2 verloren wurde – bereits mehrfach aufblitzen.

Mönchengladbach. Hans Meyer kann seine wärmende Pudelmütze ab Montag beiseite legen. Denn es geht der Sonne entgegen. Milde 20 Grad erwarten den Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten VfL Borussia Mönchengladbach und sein Team auf Gran Canaria.

Mit Air Berlin Flug 6770 geht es am Montag zunächst nach Nürnberg. Nach kurzem Zwischenstopp bringt das Flugunternehmen aus der deutschen Hauptstadt die 40-köpfige Gladbacher Crew nach Las Palmas.

Nachmittags steht bereits die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Neben der Flucht vor dem eisigen Winter am Niederrhein - am Montag soll allerdings Tauwetter einsetzen - dienen die Tage auf der beliebtesten Ferieninsel des kanarischen Archipels in erster Linie dazu, die neuen Spieler zu integrieren und für den zweiten Akt der Saison 2008/2009 gerüstet zu sein.

Zwei interessante Testspiele werten das Trainingslager auf

Das Unternehmen Klassenerhalt mit dem Zielvorhaben Rang 15 nimmt also Tempo auf. Maspalomas ist eine wichtige Etappe. "Egal, wie jetzt das Wetter in Deutschland wird. Es war gut so, dass wir nun fast eine Woche fernab der Heimat konzentriert arbeiten können", sagt Teammanager Steffen Korell.

Die Trainingsarbeit auf dem Platz ist ein Teil des kompakten Programms in Maspalomas, die beiden Testspiele gegen Grashopper Zürich und Schachtjor Donzek werten das Trainingscamp aber erst richtig auf. Da werden die Borussen zweimal aufs Höchste gefordert.

Borussias U23 nimmt heute (17 Uhr) im Borussia-Park die Vorbereitung für die am 21. Februar beginnende Regionalliga-Rückrunde auf. Nach der gut verlaufenen Hinrunde in der durch die Ligen-Umstrukturierung neuen vierthöchsten Spielklasse steht Borussia nach 18 Spielen auf dem sechsten Platz. "Wenn wir das Ergebnis wiederholen könnten, wäre das schon richtig gut", sagt Cheftrainer Horst Wohlers. Wie schon in den letzten Jahren bezieht die U23 für eine Woche ein Trainingslager im türkischen Belek, los geht es am 1. Februar.

16.1.: Hallenturnier in Cloppenburg; Testspiele - 18.1.: VfB Hüls; 21.1.: Alemannia Aachen II; 24.1.: Sportfreunde Neuwerk 28.1.: Wuppertaler SV Borussia. Red

Lässt man das peinliche Ergebnis (1:2) der "Ouvertüre 2009" am Freitag gegen den SC Paderborn außer Acht, so dürften die Verantwortlichen des Bundesligas-Schlusslichts zu der Erkenntnis gelangt sein, dass die Borussia noch nicht alle Hoffnungen fahren lassen muss. Denn das neue Quartett (vier Spieler aus vier Ländern) macht Mut.

Im Tor setzte Trainer Hans Meyer am Freitag eine Halbzeit auf Logan Bailly (vorher KRC Genk). Der smarte Hüne wirkte sicher und dirigierte lautstark. Sowohl in der Strafraumbeherrschung als auch auf der Linie machte der 22-Jährige eine gute Figur. Auch seine technischen Fähigkeiten kamen wiederholt zum Vorschein.

Gewohnt routiniert und ballsicher präsentierte sich der Tscheche Tomas Galasek als freier Mann vor der Abwehr. Seine Variabilität beim Spielaufbau kam zuletzt Banik Ostrau zu Gute, und Tschechiens Nationalcoach Petr Rada gerät ins Schwärmen, wenn von ihm die Rede ist: "Er hat einen fantastischen Blick für Spielsituationen."

Während der frühere Bremer Paul Stalteri, der 2004 das Double mit Werder gewann, relativ unauffällig agierte und sich aufs Verteidigen versteifte - weswegen er ja von Tottenham losgeeist wurde -, fiel der vierte Neue, der Brasilianer Dante, nicht nur wegen seiner Haarpracht (Afro-Look) auf.

Der kühle Eleganz ausstrahlende Innenverteidiger gab einige sehenswerte Kostproben seines fußballerischen Könnens und strategischen Geschicks.

25 Spieler umfasst der Borussen-Kader in Maspalomas. Nicht mit in die Sonne fliegen die Rekonvaleszenten Jaurès und Kleine.

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