Trotz der neuen Formation meinen Filip Daems, Tobias Levels und Sebastian Schachten, gegen Dzeko & Co zu bestehen.

Mönchengladbach. Tobias Levels (23) und Filip Daems (31) haben in den vergangenen Jahren so einiges bei der Gladbacher Borussia erlebt. Abstieg, Aufstieg, Zittersaison, Rang zwölf, zurzeit auf einem Relegationsplatz - beide Verteidiger haben aus dem aktuellen Kader die meisten Bundesliga-Spiele für den VfL bestritten, und beide kann offenbar so schnell auch nichts mehr aus der Ruhe bringen. Weder die Tatsache, dass mit Dante (Fußbruch) und Roel Brouwers (Sperre) die komplette Innenverteidigung für das Heimspiel (am Samstag, 15.30 Uhr) gegen das Wolfsburger Starensemble ausfällt.

"Wir werden das kompensieren. Wir haben genügend Leute, die hinten dran sind, die heiß darauf sind zu spielen. Das können sie nun zeigen", sagt Terrier Levels selbstsicher. Auch dass Borussia seit dem 9. April (2:0 gegen Frankfurt) auf einen Heimsieg wartet und nun ausgerechnet die millionenschwere Tormaschine (Diego, Dzeko, Grafite) aus Wolfsburg außer Gefecht setzen muss, lässt den bissigen Rechtsverteidiger nicht ins Grübeln kommen: "Wenn wir an die Leistung von Schalke anknüpfen können - auch fußballerisch - dann können wir Wolfsburg zu Hause schlagen."

Schachten durfte bereits in der Schlussphase auf Schalke ran

Ähnlich entspannt wirkt Kapitän Daems: "Wolfsburg hat eine richtig gute Mannschaft, die Offensive ist unheimlich stark. Wenn sie gut drauf sind, hat man natürlich jede Menge Arbeit. Aber wir sollten uns auf unsere Stärken konzentrieren und dann hoffe ich, dass wir die Punkte behalten." Wie bereits in der Schlussphase beim 2:2 auf Schalke rutscht der Belgier gegen die "Wölfe" in die Innenverteidigung neben Zugang Bamba Anderson. Dafür übernimmt wohl der schnelle Sebastian Schachten Daems’ Part auf links.

"Ich habe keine Probleme damit, in der Innenverteidigung zu spielen. Das habe ich ja auch schon in der Aufstiegssaison gezeigt. Die Umstellung ist überhaupt kein Problem für mich", behauptet Daems. Den Neuen in Borussias Hintermannschaft will er mit seiner Routine und Erfahrung zur Seite stehen: "Ich denke, dass die Jungs sich ohne Probleme ins Team einfügen. Das haben wir ja auch bei Anderson gesehen, der zweimal in der Startelf stand und zwei gute Spiele gemacht hat. Und genauso wird es sein, wenn noch ein anderer Spieler neu ins Team kommt."

Worte, die vor allem Rückkehrer Schachten - war an Zweitligist Paderborn ausgeliehen - vor seinem möglichen Startelf-Debüt bei den Fohlen aufbauen sollen. "Die Mannschaft hat gut trainiert, ich versuche jeden Tag, mein Bestes zu geben. Wenn der Trainer mich braucht, versuche ich natürlich da zu sein", gibt sich Schachten zurückhaltend. Michael Frontzeck wird den 25-Jährigen aber wohl auf jeden Fall am Samstag gut gebrauchen können.

Die vergangenen fünf Liga-Duelle zwischen beiden Mannschaften gewann Wolfsburg. Den letzten Borussen-Erfolg gab es vor knapp vier Jahren (am 7. Spieltag 2006/07 mit 3:1).

Gladbach ist die Schießbude des Profifußballs - 19 Gegentore hat 2010/11 kein anderes Team in den ersten drei deutschen Ligen nach sechs Spieltagen.

Die Borussen können mit einem Remis ihren 2100. Punkt in der Bundesliga holen - nur fünf Klubs verbuchten in der Bundesliga-Geschichte mehr Zähler.

Der Einspruch der Borussia gegen die Vier-Spiele-Sperre von Roel Brouwers wird am Donnerstag, 7. Oktober, verhandelt.

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