Der FC Schalke 04 hat Borussia Mönchengladbach die Pokal-Festwochen verdorben, und ist mit einem 2:2-Unentschieden ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Dank der mehr geschossenen Auswärtstore reichte dieses Ergebnis dem Team von Trainer Markus Weinzierl nach einer spannenden und hitzigen Begegnung im Borussia-Park.

Josip Drmic liegt am Boden. Der Schweizer vergab eine gute Torchance in der 18. Minute.
Josip Drmic liegt am Boden. Der Schweizer vergab eine gute Torchance in der 18. Minute.

Josip Drmic liegt am Boden. Der Schweizer vergab eine gute Torchance in der 18. Minute.

Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking verfolgt das Spiel.

Rolf Vennenbernd, Bild 1 von 2

Josip Drmic liegt am Boden. Der Schweizer vergab eine gute Torchance in der 18. Minute.

Mönchengladbach. Die mehr als 4000 Fans aus Gelsenkirchen feierten ausgelassen die Wiedergeburt der Eurofighter. Der FC Schalke 04 hat Borussia Mönchengladbach die Pokal-Festwochen verdorben, und ist mit einem 2:2-Unentschieden ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Dank der mehr geschossenen Auswärtstore reichte dieses Ergebnis dem Team von Trainer Markus Weinzierl nach einer spannenden und hitzigen Begegnung im Borussia-Park.

Nach dem Anschwitzen am Morgen war klar, dass Lars Stindel den Gladbachern nicht zur Verfügung stehen konnte. Seine Hüftprobleme ließen einen Einsatz nicht zu.Borussias Trainer Dieter Hecking hofft, seinen besten Scorer am Sonntag zumindest im Kader gegen den FC Bayern dabei zu haben. Dafür konnte Raffael beginnen, an seiner Seite stürmte etwas überraschend Josip Drmic, der in Hamburg enttäuscht hatte.

Bei den Schalkern setzte Trainer Markus Weinzierl auf die erfolgreiche Mannschaft vom Wochenende. Nur Max Meyer musste dem von einer Oberschenkel-Zerrung genesenen Leon Goretzka in der Startelf Platz machen und kam erst nach der Pause. Dass die Schalker unbedingt ein Auswärtstor erzielen mussten, machten sie sofort deutlich, nachdem sich der dichte Rauch des Pyro-Feuerwerks aus der blau-weißen Kurve etwas verzogen hatte. Die Borussia, die früh für Fabian Johnson (Oberschenkel), Jonas Hofmann bringen musste (16.), begann nicht mit Hurra-Fußball, sie wartete diszipliniert und kontrolliert auf Fehler des Gegners und den einen oder anderen genialen Moment von Raffael.

Die erste Torgelegenheit hatten die Schalker durch Guido Burgstaller (Kopfball/12.). Entsetzen war auf den Gesichtern der Gladbach-Fans in der 18. Minute zu lesen, als Josip Drmic aus acht Metern nach einer Flanke von Raffael den Balll völlig frei neben das Tor köpfte. Erinnerungen an seine „100-Prozentige“ aus dem Hamburg-Spiel wurden wach, als der Schweizer am Sonntag leichtfertig ein mögliches 2:0 vergeben hatte.

Während bei Drmic der Kopf runter ging, beschäftigte Raffael weiter die Schalker Abwehrreihe und Torhüter Ralf Fährmann. So konzentrierte sich auch alles auf den Brasilianer, als Oscar Wendt in der 26. Minute einen Freistoß in den Strafraum schlug, Drmic glücklich ablegte und Andreas Christensen Benny Höwedes so traf, dass der Ball vom Schalker Kapitän abgefälscht zum 1:0 für die Gladbacher unhaltbar für Fährmann im Netz landete.

Das Spiel gewann an Dynamik und Klasse. Die Schalker drückten aufs Tempo und nahmen mehr Risiko. Maxim Choupo-Moting sorgte mit einem Aussetzer bei einem aussichtsreichen Konter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für den nächsten Nackenschlag für die Gäste. Schalkes Stürmer verlor den Ball am gegnerischen Strafraum, die Gladbacher Kontermaschine lief an und Mo Dahoud traf mit einem sehenswerten Schuss zum 2:0.

Die Schalker mussten mehr tun und nahmen das Heft in die Hand gegen Gladbacher, die ihren Rhythmus nach der Pause nicht finden konnten. Und die Konsequenz im Zweikampf war bei ihnen auch nicht mehr zu sehen. Die Quittung bekamen die Platzherren schnell geliefert in Person von Leon Goretzka, der aus 20 Metern abzog und von einem Platzfehler profitierte, als der Ball über Sommer zum 1:2 ins Tor sprang (55.). Schalke drängte jetzt auf den Ausgleich, während die Borussia nur noch hinten drin stand und reagierte.

Mit dem 2:2 wurde diese Haltung noch härter betraft. Erneut traf Goretzka, diesmal vom Elfmeterpunkt, nachdem Dahoud den Ball mit der Hand aus dem Strafraum befördert hatte (68.). Gladbach schaltete um, aber die Schalker, die jetzt mit einem Bein bereits im Viertelfinale standen, blieben gefährlicher, in einem Spiel, das bis zum Abpfiff von der Spannung lebte. Am Ende triumphierten die Gäste.

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