Der Gladbacher Borussia gelang es nicht, ihre Halbzeitführung über die 90 Minuten zu verteidigen.

Thorben Marx im Zweikampf mit Pavel Progrebnyak.
Thorben Marx im Zweikampf mit Pavel Progrebnyak.

Thorben Marx im Zweikampf mit Pavel Progrebnyak.

dpa

Thorben Marx im Zweikampf mit Pavel Progrebnyak.

Stuttgart. Borussia Mönchengladbach bekommt in diesem Jahr auswärts kein Bein auf den Boden und wartet seit Oktober 2009 (2:1 in Frankfurt) auf einen Erfolg in der Fremde.

Am Ostersamstag musste sich die Elf vom Niederrhein in der Mercedes-Benz-Arena dem VfB Stuttgart mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Die Schwaben sind weiterhin die beste Mannschaft der Rückrunde (28 Punkte aus zwölf Partien) und greifen nun als Tabellensiebter die internationalen Ränge an.

Lange hatte es in der Stuttgarter Arena so ausgesehen, als könnten die Gladbacher einen Punkt oder gar mehr mit aus dem Ländle an den Niederrhein nehmen. Denn die Borussen waren in der 33. Minute nach einem tollen Tor von Marco Reus, der sich auch durch den ehemaligen Nationaltorhüter Jens Lehmann nicht aus der Fassung blieben ließ, in Führung gegangen. Augenzeuge dieser spektakulären Einzelleistung des Youngsters war auch Bundestrainer Jogi Löw.

In der Folge verpassten es die Borussen, entschlossen auf das 2:0 hinzuarbeiten, und ließen den zunächst behäbigen VfB immer mehr ins Spiel kommen. Vor allem in der zweiten Hälfte rollte ein Angriff nach dem anderen auf das von Logan Bailly gehütete Tor. Dieser erwies sich bis zur 66. Minute ein ums andere Mal als ein Meister seines Fachs, ehe er vom starken VfB-Stürmer Marica mit einem strammen Schuss überlistet wurde.Eine gute Viertelstunde später entschieden die Gastgeber die Begegnung durch einen Flachschuss von Kuzmanovic, der die ungewollte Kopfballvorlage von Filip Daems eiskalt zum Siegtreffer (87.) nutzte.

"Das 2:1 war verdient und ein Sieg des Charakters", sagte VfB-Trainer Christian Gross, der geahnt hatte, dass nach dem Sieg gegen Bayern München seine Mannschaft sich gegen die "Fohlen" schwer tun würde. Sein Antipode Michael Frontzeck kritisierte, dass die Borussia es versäumt habe, die Freiräume konsequenter zu nutzen. "Allerdings darf man nicht vergessen, dass der VfB zu den besten Teams gehört, die die Liga zu bieten hat. Bei dem Druck, den der Gegner ausgeübt hat, kann man nicht alles verhindern."

Stuttgart: Lehmann - Boulahrouz, Tasci, Delpierre, Molinaro - Träsch, Kuzmanovic (87. Osorio) - Gebhart (57. Schieber), Hilbert (73. Celozzi) - Marica, Pogrebnyak.

Borussia: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Bradley (88. Colautti), Marx - Reus, Arango (78. Herrmann) - Matmour, Friend (72. Bobadilla)

0:1 Reus (33.)
1:1
Marica (66.)
2:1 Kuzmanovic (83.)

Boulahrouz / Friend

Helmut Fleischer (Sigmertshausen)

42.000

Um die Klasse wohl endgültig sicherzustellen, fehlen der Borussia immer noch ein paar Punkte - vielleicht ist ja schon am Freitag (20.30 Uhr) etwas drin, wenn mit Eintracht Frankfurt die Mannschaft der Stunde im Borussia-Park zu Gast ist.  

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