Während etwa die Grabeskirche St. Elisabeth sich einer hohen Nachfrage erfreut, nimmt die Zahl der Bestattungen auf den städtischen Friedhöfen ab.

Was in Gladbach nur eine Idee ist, ist in anderen Städten bereits umgesetzt. Hier zu sehen ist ein Feld für Baumbestattungen auf dem Hildener Südfriedhof. Kreisförmig um jeden Baum können acht Urnen beigesetzt werden.  Archiv Dirk Thomé
Was in Gladbach nur eine Idee ist, ist in anderen Städten bereits umgesetzt. Hier zu sehen ist ein Feld für Baumbestattungen auf dem Hildener Südfriedhof. Kreisförmig um jeden Baum können acht Urnen beigesetzt werden. Archiv Dirk Thomé

Was in Gladbach nur eine Idee ist, ist in anderen Städten bereits umgesetzt. Hier zu sehen ist ein Feld für Baumbestattungen auf dem Hildener Südfriedhof. Kreisförmig um jeden Baum können acht Urnen beigesetzt werden. Archiv Dirk Thomé

Was in Gladbach nur eine Idee ist, ist in anderen Städten bereits umgesetzt. Hier zu sehen ist ein Feld für Baumbestattungen auf dem Hildener Südfriedhof. Kreisförmig um jeden Baum können acht Urnen beigesetzt werden. Archiv Dirk Thomé

Mönchengladbach. 3076 Menschen sind im Jahr 2009 in der Stadt gestorben, doch nicht alle davon fanden ihre letzte Ruhe auch dort. 459 Verstorbene seien zu meist kostengünstigeren Konditionen in den Niederlanden verbrannt oder in einer Nachbargemeinde bestattet worden. „Wanderungsverluste sind vorhanden. Eine Tendenz, die wir mit zeitgemäßen Lösungen auffangen müssen“, sagt Jürgen Essers, Leiter der städtischen Abteilung Grünflächen und Friedhöfe.

Tatsächlich gibt es einige konkrete Ideen in den Köpfen der für die Friedhofspflege zuständigen städtischen Grünpfleger. Kolumbarien in Stelenform auf Grabfeldern, also Säulen, in denen Urnen ihre letzte Ruhe finden, sind eine dieser Vorstellungen. Weitere sind etwa Gemeinschaftsgrabanlagen, die von Friedhofsgärtnern gepflegt werden können oder Baumbestattungen, also Urnenbegräbnisse um Bäume herum. „Für die Abteilung Grünpflege sind unterschiedlichste neue Modelle zukünftig auch in Gladbach denkbar“, sagt Essers.

Alternativen zu bisherigen Bestattungen sind gefragt

Begrüßt wird dieser Ideenfundus vom städtischen Verband der Bestatter. „Es ist gut, dass sich da etwas bewegt“, sagt Axel Weber, Vorsitzender des Stadtverbandes. Alternativen zu den bisherigen Erdbestattungen und Urnengräbern seien gefragt, das zeige etwa der Zulauf, den die Grabeskirche St. Elisabeth nicht nur aus Gladbach habe. Die Stadt sei somit in Zugzwang.

Die neuen Grabformen sollen günstig und pflegeleicht sein

Wichtig sei dabei vor allem, dass die neuen Formen kostengünstig seien – denn darauf würden die Gladbacher bei Bestattungen vermehrt achten – und wenig pflegeintensiv. „Der Erfolg der neuen Grabformen hängt dann vor allem von den Gebühren ab“, sagt Weber.

Günstig und pflegeleicht seien die neuen Ideen, sagt Essers. Schließlich will man auf diese Weise neben dem Problem der schwindenden Bestattungszahl auf städtischen Friedhöfen auch das der zunehmenden Zahl ungepflegter Grabstätten lösen, um die sich keiner kümmert.

Zur Umsetzung der Ideen sollen auf den städtischen Friedhöfen Mustergräber nach den neuen Vorstellungen errichtet werden, die auch belegt werden sollen, sagt Stadtsprecher Walter Schröders. Allerdings gebe es noch keinen vollständig ausgearbeiteten Entwurf, der dann auch den Stadtrat passieren müsste, da die Friedhofssatzung geändert werden muss.

„Und uns hat auch noch niemand um unsere Meinung zu den Vorschlägen gebeten“, wundert sich Weber. Möglicherweise soll es bis zur nächsten Ratssitzung am 23. Februar einen ausgearbeiteten Plan geben, die Ideen der städtischen Mitarbeiter in die Tat umzusetzen, sagt Schröders.

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