Die ersten Theater-Mitarbeiter sollen im Mai zurück nach Rheydt ziehen können.

Mönchengladbach. Der Glanz wird bleiben. Vielmehr noch ein bisschen heller erstrahlen. Wenn der Staub weg ist. Und der Marmor im Foyer des Theaters in Rheydt poliert ist. Und die Lampen in der eleganten Deckenbeleuchtung durch Energiesparlampen ersetzt wurden. Die strahlen viel heller als die alten Leuchtmittel. Dass alles glänzt, soll schon Ende März so weit sein. „Wir rechnen damit, dass die Theaterverwaltung ab Mitte Mai wieder hierher ziehen kann“, sagt Kulturdezernent Gert Fischer beim gestrigen Besichtigungstermin im kleinen Kreis.

Einen großen Besichtigungstermin für die breite Öffentlichkeit wird es dann auch geben. Bei dem wird dann wohl nicht mehr sichtbar sein, wohin der Großteil des Geldes bei der Sanierung des Hauses geflossen ist. Sieben Millionen Euro sind in den Brandschutz investiert worden. Dessen Vorschriften zu erfüllen, war der Hauptgrund für die Sanierung. Beispielsweise wurden die neu eingezogenen Kabel mit nicht brennbarem Material eingeschlagen und die Kabeldurchbrüche für Flammen unpassierbar gemacht.

Keine gefährlichen Kanten, bessere Vernetzung, weniger Energiekosten

Auch in die neuen Hebe-Vorrichtungen unter der Bühne wurde aus Gründen der Sicherheit investiert. „Es gab Kanten zwischen den Podesten, in denen man sich leicht hätte einklemmen können“, erklärt Fischer die Notwendigkeit.

Mit den Kabeln kamen auch eine neue Steuerungstechnik für die Bühne und ungeahnte EDV-Möglichkeiten. Die Vereinigten Bühnen Krefeld und Mönchengladbach können jetzt mit neuen Computer-Servern in den eigenen Räumen untereinander vernetzt werden. „Das war dringend nötig“, sagt Fischer, „schon wegen des Ticket-Verkaufs.“

Bei der Sanierung hat man auch in neue Haustechnik investiert. Das schlägt sich zwar auch in den Kosten nieder – die um 1,4 Millionen auf 8,4 Millionen Euro anstiegen –, ist nach Ansicht der Experten aber beispielsweise durch sinkende Energiekosten schnell wieder hereingeholt. Zur Hälfte konnte die Sanierung aus Mitteln des Konjunkturpakets II bestritten werden.

Die Zuschauer werden vieles sehen, aber nicht alles. Ihnen wird auffallen, dass im großen Saal die alte Bühne abgebaut wurde und durch ein modulares System ersetzt wird. Was aber versteckt ist, sind beispielsweise die Brandmelder in den neuen, nicht entflammbaren Decken im Foyer. Die funktionieren über Absaugkanäle, deren kleine Ausgänge schamhaft unter unscheinbaren Deckeln versteckt sind.

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