Im Bauausschuss stimmten SPD, FDP und Grüne gegen die Fällungen an der Hohenzollernstraße.

Ulrike Feldt-Laubach von Greenpeace Mönchengladbach mit ihren als Bäumen verkleideten Protestplakat-Haltern.
Ulrike Feldt-Laubach von Greenpeace Mönchengladbach mit ihren als Bäumen verkleideten Protestplakat-Haltern.

Ulrike Feldt-Laubach von Greenpeace Mönchengladbach mit ihren als Bäumen verkleideten Protestplakat-Haltern.

Siemes

Ulrike Feldt-Laubach von Greenpeace Mönchengladbach mit ihren als Bäumen verkleideten Protestplakat-Haltern.

Mönchengladbach. Die Waagschale hat sich zu Gunsten der Bürger gesenkt, die seit Wochen gegen den Vorschlag der Bauverwaltung Sturm laufen: Mit zwölf zu zehn Stimmen hat der Bauausschuss am Dienstag gegen die Fällung von zwölf Bäumen an der Hohenzollernstraße gestimmt.

"Eine Entscheidung auf Messers Schneide", hatte Stefan Schumacher von der Bürgerinitiative gegen die Baumfällung noch vor der Sitzung die Chancen seiner Initiative bewertet.

Gemeinsam mit Greenpeace Mönchengladbach saßen einige betroffene Anwohner auf der Besuchertribüne des Rheydter Ratsaals. Argumente der Politiker für ihre Position wurden immer wieder laut beklatscht.

Ihre Hauptgründe gegen die Fällung der bis zu 60 Jahre alten Linden und Platanen: "Zum einen gehören die Bäume für uns zum Stadtbild, darüber hinaus ist auch ihr ökologischer Nutzen nicht zu ersetzen", sagt Stefan Schumacher.

Vorsitzender: "Es ist machbar, die Bäume zu erhalten"

"Das subjektive Empfinden der Bürger vor Ort" sei für seine Fraktion ausschlaggebend, um gegen den Vorschlag zu stimmen, sagt Ausschussmitglied Michael Hildemann für die SPD. Die FDP hielt es für "machbar und leistbar, die Bäume zu erhalten", sagte stellvertretend für die Liberalen Ralph Baus, Vorsitzender des Bauausschusses.

Die Bäume im Bereich des Arbeitsgerichtes sollten gefällt werden, da ihre Wurzeln laut Versorger NVV die Gashochdruckleitungen gefährden. Als Alternative sollten 30neue Eichen gepflanzt und dabei gleichzeitig der Fuß- und Radweg erneuert werden.

Die CDU hielt den Vorschlag der Verwaltung "sachlich gesehen für die vernünftigste Entscheidung", sagte CDU-Sprecher Reiner Brandts. Bündnis 90/Die Grünen hatte von Beginn der Planung an einen kostenneutralen Gegenvorschlag im Gepäck: der Erhalt der Bäume und die Verlegung der Gasleitung in die Mitte der Straße.

"An dieses Ergebnis hätte ich nicht zu denken gewagt, als wir am Anfang der Aktion unsere Plakate in die Bäume gehängt haben", freute sich Grünen-Ausschussmitglied Winfried Schulz über das Ergebnis der Abstimmung.

Auch Ulrike Feldt-Laubach war zufrieden: "In Mönchengladbach wird grundsätzlich zu schnell gefällt", lautet das Urteil der Greenpeace-Vertreterin, die ihr Protest-Plakat wieder einrollen und sich mit ihren beiden als Bäumen verkleideten Mitstreitern auf den Heimweg machen konnte.

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