Das Bistum ruft dazu auf, in der Fastenzeit möglichst oft auf den Pkw zu verzichten.

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Reiner Lövenich (v. l.), Bürgermeisterin Renate Zimmermanns (CDU), Sonja Billmann und Hans Peter Katz stellen eine umweltbewusste Aktion vor – sie heißt „Autofasten“.

Reiner Lövenich (v. l.), Bürgermeisterin Renate Zimmermanns (CDU), Sonja Billmann und Hans Peter Katz stellen eine umweltbewusste Aktion vor – sie heißt „Autofasten“.

Horst Siemes

Reiner Lövenich (v. l.), Bürgermeisterin Renate Zimmermanns (CDU), Sonja Billmann und Hans Peter Katz stellen eine umweltbewusste Aktion vor – sie heißt „Autofasten“.

Mönchengladbach. Erst einmal zur Beruhigung für alle, die nicht komplett aufs Auto verzichten können: Autofasten heißt nicht Totalverzicht, sondern bedeutet, den geliebten fahrbaren Untersatz möglichst oft stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren.

Zu dieser Art des Fastens rufen umweltbewegte Christen im Bistum Aachen in diesem Jahr erstmalig auf. "Wir leben im Zeiten des Klimawandels", erklärt Mit-Initiator Hans-Peter Katz die Motivation. "Als Christen haben wir eine Jahrtausende alte Methode, um darauf zu reagieren - das Fasten." Beim Fasten könne man zur Ruhe kommen, den eigenen Lebensstil überdenken und neue Wege erproben.

Das Autofasten wird zwar erstmalig im Bistum Aachen propagiert, ist aber in anderen Bistümern schon erfolgreich praktiziert worden. "Wir brauchten das Rad nicht neu zu erfinden, sondern konnten uns den Bistümern Mainz, Speyer, Trier und Luxemburg anschließen", erklärt Katz. Wichtig ist den Initiatoren, dass es keineswegs darum geht, das Auto komplett zu verteufeln.

Testfahrten mit Öko-Wagen auf einer Schau in Jülich

So findet im Rahmen der Aktion am 7. März eine Veranstaltung in Jülich statt, bei der sich die Teilnehmer über Elektroautos, Pkw mit Hybridantrieb und mit Rapsöl betriebene Fahrzeuge informieren und sie auch gleich ausprobieren können.

Wer am Autofasten teilnehmen möchte, kann sich noch auf der Website der Aktion jederzeit anmelden. Für alle beteiligten Bistümer liegen zur Zeit 1100 Anmeldungen vor, aber die Zahlen sind Hans-Peter Katz im ersten Jahr der Aktion im Bistum Aachen nicht so wichtig. "Wir möchten das Autofasten etablieren und zum Nachdenken anregen", erklärt er. "Wenn wir dieses Jahr auch nur hundert Teilnehmer bekommen, sind wir schon stolz."

Die Initiatoren haben eine Reihe von Unterstützern gewinnen können: Die Schirmherrschaft hat Nordrhein-Westfalens Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Christa Thoben, übernommen. In Mönchengladbach beteiligen sich als Partner unter anderem die Radstation in Rheydt, die von der Diakonie betrieben wird, und die NVV an der Aktion.

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