Der Verein MMIII präsentiert „Claver“ in seinen Räumen an der Künkelstraße.

Ausstellung
Martin Pfeifles Installation nimmt den ganzen Raum ein. Sein Küchentisch hat ihn zu dem Muster inspiriert.

Martin Pfeifles Installation nimmt den ganzen Raum ein. Sein Küchentisch hat ihn zu dem Muster inspiriert.

Jörg Knappe

Martin Pfeifles Installation nimmt den ganzen Raum ein. Sein Küchentisch hat ihn zu dem Muster inspiriert.

Mönchengladbach. Zum Begriff „Claver“ finden sich im Internet verschiedene Bedeutungen. Ein berühmter Basketballspieler heißt so, aber auch eine philippinische Gemeinde und eine Ordensgemeinschaft. Martin Pfeifle will sich auf keine Herkunft festlegen. Der Name passe einfach perfekt zu seiner Rauminstallation, sagt der in Düsseldorf lebende Künstler. Zu sehen ist das Kunstwerk in einer Ausstellung, die der MMIII Kunstverein Mönchengladbach unter dem Titel „Claver“ bis zum 7. Oktober in seinen Räumen an der Künkelstraße 125 zeigt.

Der Künstler wollte Ruhe in die Räume bringen

Martin Pfeifle hat bis 2004 an der Düsseldorfer Kunstakademie klassische Bildhauerei studiert. Der gebürtige Stuttgarter bezieht sich in seinen großflächigen Installation auf die Raumstruktur, deren charakteristische Merkmale er aufnimmt und zu verändern sucht. „Diese Halle hat es mir nicht leicht gemacht“, sagt Pfeifle. Bis der zündende Funke kam. Die Räume seien überbordend. „Ich wollte Ruhe hereinbringen“, so der 37-Jährige.

Auf beiden Etagen der Ausstellungshalle sind von der Wand herab Bahnen aus Papier gespannt, die nicht aneinander anschließen, sondern sich teilweise überschneiden und dadurch den Eindruck fließender Bewegung erzeugen. Es sind insgesamt 100 Rollen, die aus jeweils 16 mit grüner Marmorstruktur bedruckten Plakaten zusammengeklebt sind. „Mein Küchentisch hat mich zu dem Muster inspiriert“, erklärt der Künstler. Die Marmorstruktur hat er zerschnitten und dadurch „unendliche Mustervariationen“ geschaffen. Farbelemente, die sich zum Ende des Raums hin verdichten, machen die Installation zu einem kompletten Bild. Die Bahnen laufen auf dem Fußboden weiter. Eine Herausforderung für die Besucher. „Es kann alles passieren: Vielleicht wird das Papier zerrissen. Ich hoffe die meisten sind vorsichtig“, so Michael Pfeifle.

Die Ausstellung Claver wird am Samstag, 8. September, 19.30 Uhr, mit einer Einführung des Kunsthistorikers Peter Lodermeyer aus Bonn eröffnet und ist sonntags jeweils 11 bis 14 Uhr begehbar. jfg

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