Das wieder eröffnete Altenheim Rheindahlen stellt seine Bewohner in den Mittelpunkt.

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Architekt Odilo Joeken (3.v.l.) überreicht den Schlüssel an Heimbeirats-Vorsitzenden Oskar Schlorspe.

Architekt Odilo Joeken (3.v.l.) überreicht den Schlüssel an Heimbeirats-Vorsitzenden Oskar Schlorspe.

Horst Siemes

Architekt Odilo Joeken (3.v.l.) überreicht den Schlüssel an Heimbeirats-Vorsitzenden Oskar Schlorspe.

Mönchengladbach. Strahlende Gesichter bei der Wiedereröffnung des Altenheims Rheindahlen. Denn mit der 19 Monate dauernden Sanierung ist eine insgesamt acht Jahre währende Phase zu Ende gegangen, in der alle städtischen Altenheime zu modernen Wohngruppenhäuseren erbaut oder umgewandelt wurden.

"Bei der Erbauung dieses Hauses vor 30 Jahren orientierte man sich an Krankenhaus-Bauten", sagt Bernhild Birkenbeil, die Geschäftsleiterin der Altenheime GmbH. Im Vordergrund stand die Funktion der Häuser. Die meisten Zimmer waren Doppelzimmer, über den Betten Funktionsleisten, "Wie im Krankenhaus."

Weniger Plätze aber mehr Platz für jeden Einzelnen

Inzwischen stehen die Wohnbedürfnisse der alten Menschen im Vordergrund. Es gibt nur noch 126 Plätze statt zuvor 138, weil es kaum mehr Doppelzimmer gibt. Die sind nicht mehr an langen Fluren aufgereiht, sondern gruppieren sich um einen Bereich mit Wohnküche und Wohnzimmer.

"Früher verschwand das Personal in der Teeküche", sagt Irene Mäurer, Projekt-Referentin der Sozialholding. Jetzt schließt sich die Küche an den Wohnraum an. "Die Bewohner haben Zugang zu dieser Küche und können mitmachen." Denn mindestens einmal in der Woche wird gemeinsam gekocht und auf das Essen aus der Zentralküche verzichtet. "Dann können die mit Kartoffeln schälen oder Möhren schneiden, wenn sie wollen."

Die Bewohner leben jetzt in kleinen Gruppen miteinander

Auf dem Gang steht eine alte Nähmaschine, hübsch dekoriert, daneben ein großer Nähkasten. "Der kann benutzt werden", sagt Mäurer. Aber in erster Linie dient er der Erinnerung und um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bauzeit 19 Monate, Kosten 6,2 Millionen Euro. Ein Abriss und Neubau hätte drei Millionen Euro mehr gekostet.

Es gibt in Rheindahlen 126 Plätze in 116 Einzelzimmern und fünf Doppelzimmern. Alle verfügen über ein eigenes Bad. Das Altenheim Rheindahlen ist eines von sechs Häusern der Sozial-Holding der Stadt. Auch die Altenheime in Lürrip, Eicken und Am Pixbusch wurden in den vergangenen neun Jahren umgebaut und saniert. In Odenkirchen und Windberg entstanden Neubauten. Damit verfügt die Sozialholding über insgesamt 630 Altenheimplätze. Investitionsvolumen: 41 Millionen Euro.

Die Gruppengröße bleibt überschaubar, bei Dementen Bewohnern sind es maximal elf. "Nach 30 Jahren war eine Sanierung fällig war", sagt Bernhild Birkenbeil und nennt Sanitär, Heizung, Fenster und Brandschutz., "Da haben wir die Gelegenheit genutzt, für modernen Betreuungsformen die richtige Hülle zu schaffen", sagt Irene Mäurer.

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