Dennoch bekamen die Besucher in Rheindahlen viele Informationen geboten.

Sternwarte
Vorsitzender Peter Brosowski (vorne) und Geschäftsführer Karl-Heinz Herpens mit dem 200 Millimeter-Spiegelteleskop.

Vorsitzender Peter Brosowski (vorne) und Geschäftsführer Karl-Heinz Herpens mit dem 200 Millimeter-Spiegelteleskop.

Jörg Knappe

Vorsitzender Peter Brosowski (vorne) und Geschäftsführer Karl-Heinz Herpens mit dem 200 Millimeter-Spiegelteleskop.

Mönchengladbach. „Habt ihr nicht ein Stückchen von dem Meteoriten, der in Russland abgestürzt ist? Ich möchte das gern mal anfassen.“ Diesen Wunsch eines jungen Mannes konnten die Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Mönchengladbach am Samstagabend leider nicht erfüllen. Am Astronomietag hatten sie in die Sternwarte am Rheindahlener Wasserturm eingeladen, um Hobby-Astronomen über ihre Leidenschaft zu informieren.

Die rund 120 Besucher bekamen leider nicht viel zu sehen. Die vielen Wolken und das diesige Wetter verhinderten den notwendigen Durchblick. Deshalb war auch der Komet „Pan-Starrs“ nicht zu sehen, den die Besucher bei klarem Himmel mit bloßem Auge hätten erkennen können. „Durch eines unserer beiden Spiegelteleskope war aber zumindest ein bisschen vom Mond zu erkennen“, sagte Geschäftsführer Karl-Heinz Herpens.

Langweilig wurde es den Besuchern trotz der schlechten Sicht nicht. In Vorträgen erfuhren sie beispielsweise etwas über die Welt der Kometen und über die Himmelskörper, die in den nächsten Monaten beobachtet werden können. Einige blieben bis nach Mitternacht, um mit den Vereinsmitgliedern zu fachsimpeln. „Viele Gäste waren sehr fachkundig. ,Reinschnupperer’ hatten wir nur wenige“, sagte Herpens.

Die Wintermonate eignen sich am besten zum Beobachten

Die beiden Teleskope des Vereins stammen zwar aus den 60er und 70er Jahren, sind aber absolut funktionstüchtig. „Wenn die Spiegel gut gepflegt werden, kann man sie sehr lange verwenden“, sagt Herpens. Das größere der beiden Geräte hat einen Spiegel mit 20 Zentimetern Durchmesser und einer Brennweite von vier Metern. Vor rund 40 Jahren mussten für die Teleskope umgerechnet rund 5000 Euro investiert werden. Heute sind sie schon ab 1500 Euro zu haben.

So richtig können die rund 40 Mitglieder des Arbeitskreises ihrem Hobby nur in den Wintermonaten nachgehen. Bei Hitze werden die Schlieren, die sich in der flimmernden Luft bilden, durch die Teleskope vergrößert, so dass nichts mehr zu erkennen ist. „Im Sommer konzentrieren wir uns deshalb auf die Beobachtung der Sonne“, sagt Herpens.

So ganz müssen die Vereinsmitglieder aber nicht auf astronomische Weiten verzichten. An einem PC-Planetarium kann die Sternenwelt in Animationen dargestellt werden. Außerdem gibt es Vortrags- und Beobachtungsabende zu Astronomie, Weltraumfahrt und Naturwissenschaften.

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