Flugprobleme: Schüler und Lehrer verpassen beinahe ein Treffen in Schweden. 22 Gladbacher sitzen nach SPD-Tour auf Sizilien fest.

Mönchengladbach. Wegen des Vulkanausbruchs auf Island harren Tausende tagelang an europäischen Flughäfen aus. Aber das Weiterbildungskolleg hat sich von der Aschewolke nicht stoppen lassen. Am Sonntagmittag wollte eine Gruppe von Schülern und Lehrern des Weiterbildungskollegs nach Schweden zum Youth Summit 2010 fliegen. Die Städte Linköpping und Norköpping hatten 450 Lehrer und Schüler aus "Schulen der Zweiten Chance" zum Fortbildungs- und Aktionstreffen eingeladen.

Die Reise des Weiterbildungskolleg der Stadt das Mitglied dieses Netzwerks europäischer Schulen ist, wäre beinah an der Aschewolke über Europa gescheitert. Nach einer Krisensitzung entschieden die schwedischen Gastgeber, dass das Treffen stattfinden soll - trotz der Schwierigkeiten der Gäste anzureisen. "In einem Kraftakt ist es uns am Samstag gelungen, einen Busunternehmer zu finden, der uns nach Schweden bringt" sagt Schulleiter Reinhold Schiffers (Foto) etwas gestresst, aber zufrieden.

Drei Tage mit Schiff und Bus statt ein paar Stunden im Flieger

Für eine Gruppe von 22 Gladbachern mit ihrem Reiseleiter Norbert Greschus (SPD) fiel der Rückflug nach dem SPD-Frühlingstreffen in Cefalu auf Sizilien aus. Eigentlich sollte es am Samstag nach Deutschland zurückgehen. "Es gab keinerlei Infos, wann der Rückflug sein wird. Es könnte Tage dauern", berichtet Greschus aus Sizilien, wo rund 2000Menschen auf Flüge warten. Deshalb entschied man sich, am Montag die Nachtfähre zu nehmen und mit dem Bus nach Haus zu reisen. 450 deutsche Sozialdemokraten nehmen Montagabend diesen Weg durch Italien. "Zum Glück konnten wir im Hotel bleiben", sagte Greschus. Am Mittwochabend werden die Gladbacher in der Heimat zurückerwartet.

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